Arbeitssieg der ÖHB-Männer in letztem WM-Test. Mit zwei Testerfolgen im Gepäck fahren Österreichs Handball-Männer zur WM in Dänemark und Deutschland. Zwei Tage nach dem 31:22 über Bahrain gewannen Nikola Bilyk und Co. am Sonntag in Innsbruck auch das Duell mit Griechenland. Mit einem 32:25 (16:14) sicherten sie sich den Sieg beim Continental Cup, mussten dabei aber hart arbeiten.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 06. Januar 2019 (19:01)
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Flügelspieler Robert Weber setzt zum Wurf an

Denn die Griechen boten lange Zeit erfolgreich Paroli. Bis kurz vor der Pause wechselte die Führung stetig. Ab der 26. Minute machte Österreich dann hinten dicht, ließ keinen Treffer mehr zu und setzte sich auf 16:14 ab. Nach Seitenwechsel erwischte Griechenland den besseren Start, erzielte binnen 2:40 Minuten den Ausgleich zum 16:16. Gerald Zeiner und Boris Zivkovic brachten Österreich erneut mit zwei Toren voran, wieder glich Griechenland zum 18:18 aus.

Teamchef Patrekur Johannesson reagierte nach 40 Minuten, nahm sein zweites Time-out und stellte in der Abwehr auf 5:1 um. Dann ging Griechenland die Luft aus bzw. machte Österreich nicht zuletzt dank starker Defensive und eines gut disponierten Goalies Thomas Bauer ernst. Von 18:18 setzten sich die Hausherren mit einem 6:0-Lauf auf 24:18 ab, ließen den Außenseiter nur noch einmal auf drei Tore herankommen (22:25/52.), uns setzten sich schließlich klar durch.

"Griechenland hat eine gute Mannschaft, konnte in der EM-Quali Mazedonien besiegen und hat auch gegen Island lange Zeit gut mitgespielt", erinnerte Johanneson nach der Partie. "Einige Dinge, wie schon gegen Bahrain, haben gut funktioniert, andere weniger. Die 5:1-Abwehr hat gut funktioniert, da konnten wir uns auch auf 24:18 absetzen. Das ist positiv. Insgesamt wissen wir, dass wir so leichte Fehler wie heute bei der WM nicht machen dürfen. Denn dann haben wir gegen jeden Gegner Probleme. Jetzt geht es nur noch um die Spiele bei der WM."

Eine Hiobsbotschaft gab es aber auch noch fünf Tage vor WM-Start: Wie der Österreichische Handball-Bund (ÖHB) am Sonntagabend bekannt gab, fällt Co-Kapitän Alexander Hermann aus. Der 27-jährige Rückraumspieler erlitt beim Samstagtraining eine Verletzung am rechten Fuß. Näheres sei über die Blessur des Wetzlar-Legionärs noch nicht bekannt, der Oberösterreicher sei für die Endrunde aber kein Thema mehr. Wer für Hermann nachnominiert wird, steht noch nicht fest.

Die WM beginnt für Österreich am kommenden Freitag mit dem Spiel gegen Saudi-Arabien, hinter Bahrain dritte Kraft im asiatischen Verband. Weitere Gegner in Vorrunden-Gruppe C in Herning sind Chile (12.1.), Vizeweltmeister Norwegen (14.1.), Gastgeber und Olympiasieger Dänemark (15.1.) sowie Tunesien (17.1.).