Rückgänge bei Arbeitslosigkeit in allen Bundesländern. Im Jänner ist die Arbeitslosigkeit (Arbeitslose plus Schulungsteilnehmer) in allen Bundesländern im Vorjahresvergleich zurückgegangen, am stärksten in Tirol mit -6,6 und in Kärnten mit -6,4 Prozent, gefolgt von der Steiermark mit -5,5 und dem Burgenland mit -5,1 Prozent. In Nieder- und Oberösterreich sank die Arbeitslosigkeit jeweils um 4,9 Prozent, in Wien um 4,6 Prozent.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 01. Februar 2019 (11:42)
APA (dpa)
Es geht aufwärts

Prozentuell am geringsten war der Rückgang in Vorarlberg mit -3,1 und in Salzburg mit -2,5 Prozent. Nach absoluten Zahlen betrachtet lebten die meisten Personen ohne Job in Wien, gefolgt von Niederösterreich, die wenigsten gab es in Vorarlberg.

Die Arbeitslosigkeit (inklusive Schulungen) bei Frauen sank um 3,2 Prozent, bei Männern um 6,1 Prozent. Bei Jugendlichen (unter 25 Jahre) lag der Rückgang bei beträchtlichen 9,1 Prozent, im Haupterwerbsalter von 25 bis 49 Jahre bei 6,2 Prozent. Lediglich bei Älteren (ab 50 Jahren) stieg die Arbeitslosigkeit um 0,3 Prozent an, bei Personen mit Behinderung um 0,1 Prozent. Bei Inländern sank die Arbeitslosigkeit um 6,6 Prozent, bei Ausländern um 1,4 Prozent.

In allen vom Arbeitsmarktservice (AMS) genannten Branchen ist die Arbeitslosigkeit (inkl. Schulungen) im Jänner ebenfalls gesunken: In der Warenproduktion um 6,0 Prozent, im Handel um 4,8 Prozent, in Beherbergung und Gastronomie sogar um 6,9 Prozent. Auch im Gesundheits- und Sozialwesen gibt es um 6,2 Prozent weniger Jobsuchende.

Betrachtet man nur die Arbeitslosenzahlen ohne Schulungsteilnehmer zeigt sich zwar insgesamt ein Rückgang der Arbeitslosigkeit um 3,0 Prozent zum Vorjahr. Zuwächse gibt es allerdings bei Akademikern (+3,0 Prozent), Personen mit höherer Ausbildung (+1,1 Prozent), Älteren ab 50 Jahren (+1,0 Prozent), Ausländern (+3,1 Prozent) sowie bei Personen mit Behinderung (+1,0 Prozent), wie aus den von AMS veröffentlichten Zahlen hervorgeht.

Die Zahl der Beschäftigten wuchs im Jänner 2019 auf geschätzte 3,717.000 Personen. Damit gibt es um 68.000 bzw. 1,9 Prozent mehr unselbstständige Beschäftigungsverhältnisse als im Vorjahr.

Sofort verfügbare offene Stellen gab es beim AMS 68.823, ein Zuwachs um 16,4 Prozent zum Jahr davor. Bei nicht sofort verfügbaren offenen Stellen wurde ein Rückgang um 1,0 Prozent auf 15.603 verzeichnet. Den 433.385 Arbeitslosen und Schulungsteilnehmern stehen damit insgesamt 84.426 offene Stellen gegenüber. Damit kommen rein rechnerisch fünf Arbeitslose und Schulungsteilnehmer auf einen (sofort oder nicht sofort verfügbaren) offenen Job.

Am Lehrstellenmarkt klaffte Ende Jänner österreichweit eine Lehrstellenlücke von 1.258 Lehrstellen (-183). Zwar stieg die Zahl der sofort verfügbaren Lehrstellen im Vorjahresvergleich um 20,6 Prozent, ohne Teilnehmer der überbetrieblichen Lehrausbildung standen den 6.572 sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden dennoch nur 5.314 gemeldete, sofort verfügbare Lehrstellen gegenüber.

Regional ist die Lage sehr verschieden: Stehen in Salzburg aktuell jedem sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden rund 3 sofort verfügbare Lehrstellen gegenüber (in Oberösterreich und Tirol beträgt das Verhältnis rund 1:2) übersteigt in Wien die Nachfrage nach Lehrstellen klar das Angebot, hier stehen einer sofort verfügbaren offenen Lehrstelle aktuell sieben Lehrstellensuchende gegenüber, so das Sozialministerium in einer Aussendung.