Tiroler Politik will Landwirte schadlos halten. Nach dem zivilrechtlichen Schadensersatz-Urteil nach einer tödlichen Kuh-Attacke sucht die Tiroler Politik nach Wegen, um Landwirte schadlos zuhalten. Im Vorfeld des Runden Tisches am morgigen Mittwoch drängte LH Günther Platter (ÖVP) auf eine Versicherungslösung. Die Grünen hatten zuvor einen Notfallfonds ins Spiel gebracht.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 26. Februar 2019 (15:54)
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Landeshauptmann Platter drängte auf eine Versicherungslösung

"Wenn die Versicherung aussteigt, plädiere ich für die Einrichtung eines Notfallfonds vonseiten der Landwirtschaftskammer", regte Grünen-LAbg. Georg Kaltschmid an. Der Fonds könne sich etwa aus einem Teil der Mitgliederbeiträge speisen, welche die Landwirtschaftskammer einhebt und als eine Art Ersatz-Versicherung angesehen werden. So wäre kurzfristig die existenzielle Gefahr gebannt und die allgemeine Verunsicherung würde sich wieder etwas legen.

Für Platter und Agrarreferent, LHStv. Josef Geisler (ebenfalls ÖVP) führt kein Weg an einer Versicherungslösung vorbei. Man habe im Land Tirol bereits Erfahrung mit ähnlichen Versicherungen, verwies Geisler etwa auf die Haftpflichtversicherung des Landes für Sportfunktionäre. Versicherungslösungen gebe es auch für Wegehalter im Tiroler Mountainbikemodell oder für Mitglieder der Lawinenkommissionen.

Einig war man sich jedenfalls darin, dass der betroffene Landwirt im Falle einer Urteilsbestätigung durch die weiteren Instanzen finanziell schadlos gehalten werden müsse. "Niemand, der nach bestem Wissen und Gewissen seine Tiere auf der Alm hält, soll Gefahr laufen, in seiner Existenz bedroht zu sein oder sich gezwungen sehen, das Vieh im Stall zu lassen oder Wege zu sperren", so Platter.