Keine Änderung durch Vorzugsstimmen bei Salzburg-Wahl. Bei der Landtagswahl am Sonntag haben 30.101 Salzburgerinnen und Salzburger eine Vorzugsstimme abgegeben. Auswirkungen auf die Zusammensetzung des Landtags hat das aber nicht.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 24. April 2018 (11:09)
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Die etwas mehr als 30.000 Vorzugsstimmen hattenb keine Auswirkungen

Wie am Dienstag veröffentlichte Ergebnisse zeigen, hat kein Kandidat die nötige Stimmenzahl für ein Direktmandat erzielt. Dafür wären laut Landeskorrespondenz zwischen 5.651 (Lungau) und 7.815 Stimmen (Pongau) nötig gewesen.

Die meisten Vorzugsstimmen haben FP-Chefin Marlene Svazek (3.801), Grünen-Spitzenkandidatin Astrid Rössler (2.097) und Sepp Schellhorn von den NEOS (2.072) erhalten. Sie haben allerdings auch in allen sechs Bezirken kandidiert. Die ÖVP schickte ihre Kandidaten nur in jeweils einem Bezirk ins Rennen. Spitzenreiter war Agrarlandesrat Josef Schwaiger mit 2.052 Vorzugsstimmen im Flachgau vor dem Lungauer Manfred Sampl (1.404) und Landeshauptmann Wilfried Haslauer (1.118 Stimmen in der Stadt Salzburg). SP-Chef Walter Steidl trat in vier Bezirken an und kam damit in Summe auf 1.650 Stimmen.

Damit kam kein einziger Kandidat auch nur in die Nähe eines Direktmandates. Auch das ÖVP-interne Vorzugsstimmenmodell hat nach Auskunft der Partei nicht gegriffen. Dafür hätte ein Kandidat in seinem Wahlkreis fünf Prozent der lokalen ÖVP-Stimmen erreichen müssen. Zwar schafften Schwaiger, Sampl und Haslauer diese Hürde, alle drei waren aber ohnehin die lokalen Spitzenkandidaten. Und im Lungau schaffte die ÖVP kein Grundmandat, Sampl geht also über die Landesliste in den Landtag.