Eurovision Song Contest: Lehrerin auf großer Bühne. Gabriela Horn ist Gesangslehrerin für Leobersdorfs Musikschüler. Als „Pænda“ wird sie heuer ganz Österreich beim weltgrößten Musikwettbewerb vertreten.

Von Christian Dusek. Erstellt am 05. Februar 2019 (04:47)
Christian Husar
Gabriela Horn alias Paenda (Bildmitte) freut sich mit ihren Kollegen der Musikschule Leobersdorf.

Es ist der größte Musik-Wettbewerb der Welt: Der 64. Eurovision Song Contest findet in diesem Jahr beim Vorjahressieger in Israel statt. Mittendrin ist dann auch die Leobersdorfer Gesangslehrerin der Musikschule, Gabriela Horn, die – wie erst am Dienstag der Öffentlichkeit bekannt gegeben wurde – unter ihrem Synonym „Pænda“ Österreich vertreten wird.

Musikschulleiter und damit ihr Chef, Gerald Mittermüller: „Über den Song ,Limits‘ weiß ich derzeit genauso wenig wie alle anderen auf der Welt – aber alles, was die Gabi bisher gemacht hat, war immer super Musik und ich gehe davon aus, dass sich das jetzt nicht ändern wird“, ist er mehr als zuversichtlich, die Qualität des Liedes betreffend. Pænda selbst beschreibt den Song als „ruhig und sphärisch“.

Komponiert und schreibt Texte selbst

Horn gilt auch als musikalisches Multitalent: Sie komponiert und schreibt ihre Texte selbst, spielt alle Instrumente selbst ein und arrangiert ihren persönlichen Sound in ihrem Studio in Wien-Ottakring. Im Vorjahr ist ihr erstes Album erschienen: „Alle unsere Lehrer sind in ihrer Freizeit musikalisch aktiv und dabei auch noch sehr erfolgreich. Die Gabi bildet da auch keine Ausnahme. Sie ist für unsere Musikschule und vor allem unsere Schüler ein Riesenvorbild und ein schönes Symbol dafür, dass man es auch aus dem kleinen Leobersdorf in die weite Welt schaffen kann“, lacht Mittermüller. „Es freut mich total, dass sie genommen wurde und jetzt diese Chance erhält“.

Pænda tritt mit ihrem Song „Limits“ im zweiten Halbfinale am 16. Mai in Israel an und wird dabei rund 220 Millionen – wenn man die Quote des Vorjahres heranzieht – Zuseher weltweit haben. Der Song solle „in den nächsten Wochen“ erscheinen, hieß es zuletzt.