Bildungsminister Faßmann kündigt Schul-Erlass an. In den USA ist die Zahl der Todesopfer durch das Coronavirus auf mehr als 4.000 gestiegen. Die Gesamtzahl der erfassten Corona-Toten in den Vereinigten Staaten betrug am Mittwoch 4.076, wie aus den Statistiken der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hervorging. Damit hat sich die Zahl der Todesopfer der Pandemie innerhalb von vier Tagen mehr als verdoppelt.

Von APA / BVZ.at. Update am 01. April 2020 (12:00)
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Faßmann verweist auf die schwierige Situation
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Mehr als 40 Prozent der Todesfälle wurden demnach im US-Bundesstaat New York registriert. Die Zahl der bestätigten Infektionsfälle stieg nach Angaben der Universität auf 189.510 - das ist die weltweit höchste Zahl an Ansteckungen.

Die US-Regierung rechnet laut einer jüngsten Schätzung inzwischen damit, dass bis zu 240.000 Menschen im Land an dem neuartigen Erreger sterben könnten. US-Präsident Donald Trump war in den ersten Wochen der Krise vorgeworfen worden, das Ausmaß der Bedrohung zu verharmlosen. Am Dienstag warnte er die Bevölkerung indes, dass sich die Lage in den nächsten zwei Wochen weiter verschlimmern werde.

Durch die Coronavirus-Pandemie sind in Europa mittlerweile bereits mehr als 30.000 Menschen ums Leben gekommen. Weltweit die meisten Todesopfer verzeichnet weiterhin Italien mit 12.428 Fällen. In Spanien starben 8.189 Infizierte und in Frankreich 3.523.

In Südtirol sind mit Stand Mittwochvormittag 120 Personen in Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. 81 Todesfälle verzeichnete man bisher in den Krankenhäusern, dazu kommen noch 39 Verstorbene in den Seniorenwohnheimen, teilte der Sanitätsbetrieb mit.

In China stieg die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen im Vergleich zum Vortag wegen einer neuen Zählweise deutlich. Wie aus den Daten der Pekinger Gesundheitskommission vom Mittwoch hervorging, wurden erstmals auch solche Menschen in die offizielle Statistik aufgenommen, die zwar positiv auf das Virus getestet wurden, aber keine Symptome zeigten.

Laut der Kommission gab es im Vergleich zum Vortag 130 neue Nachweise dieser Art. Insgesamt stünden derzeit 1.367 "asymptomatische" Fälle unter Beobachtung. Die Zahl der bestätigten Infektionen mit Symptomen stieg den offiziellen Daten zufolge um 36, wovon 35 bei Menschen nachgewiesen wurden, die aus dem Ausland nach China eingereist waren. Erneut wurden auch sieben Todesfälle gemeldet.

In Südkorea gab es 101 Neuinfektionen. Am Montag waren 125 Neuansteckungen gemeldet worden. Die Gesamtzahl stieg auf 9.887. Bisher starben 165 Menschen, die mit dem SARS-CoV-2-Erreger infiziert waren. Sorgen bereiten den Behörden insbesondere lokale Häufungen in Kirchengemeinden und Krankenhäusern.

Kolumbien bestätigte die ersten beiden Coronavirus-Fälle unter den indigenen Völkern. Zwei Mitglieder des Yukpa-Stammes, die in großer Armut in Notunterkünften und Zelten in der nördlichen Grenzstadt Cucuta leben, seien infiziert, wie die führende indigene Organisation des Landes ONIC mitteilte. Gesundheitsexperten fürchten, dass sich das Coronavirus schnell unter den Stämmen ausbreiten könnte, die generell wenig Immunität gegen Krankheiten haben, die in der allgemeinen Bevölkerung auftreten.

Unterdessen wurde in Hongkong eine Katze positiv auf Covid-19 getestet. Sie zeigte keinerlei Symptome, allerdings war der Besitzer am Coronavirus erkrankt. Es ist das dritte Haustier in Hongkong, bei dem das Virus nachgewiesen wurde. In zuvor zwei Fällen hatten sich Hunde bei ihren Haltern mit dem Virus infiziert. Vergangene Woche war in Belgien eine Katze positiv auf das Coronavirus getestet worden. Es gibt laut WHO noch keinen Beweis dafür, dass ein Haustier das Virus auf Menschen oder an andere Haustiere übertragen kann.