Corona-Krise: Stellenwert des Heeres deutlich gestiegen. Die österreichische Bevölkerung ist mit dem Krisenmanagement des Bundesheeres sehr zufrieden. 79 Prozent beurteilen die Bewältigung der Coronakrise durch das Heer als sehr gut bzw. gut. Entsprechend hoch ist mit 67 Prozent auch der Anteil jener, die dem Bundesheer vertrauen. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts von Peter Hajek im Auftrag des Verteidigungsministeriums. Für die Umfrage wurden 1.000 Österreicher im Juni und Juli befragt.

Von APA / BVZ.at. Update am 02. August 2021 (09:25)
Bundesheer Symbolbild
Das Bundesheer war in vielen Bereichen im Einsatz
APA/GEORG HOCHMUTH

67 Prozent der Bevölkerung vertrauen dem Bundesheer, im Vergleich zu anderen Institutionen liegt das Bundesheer damit im oberen Mittelfeld. 79 Prozent sind mit Krisenmanagement des Bundesheers in der Corona-Pandemie zufrieden, nur das Rote Kreuz wird noch besser beurteilt. Ebenso wird die Krisenkommunikation mehrheitlich (63 Prozent) positiv beurteilt.

Am sichtbarsten war das Bundesheer in der Pandemie in den Teststraßen, an den Grenzen und in den Impfstraßen, ergab die Umfrage. Zu den Test- und Impfstraßen, die durch das Bundesheer organisiert und betreut wurden, gaben insgesamt 43 Prozent der Befragten an, sehr zufrieden gewesen zu sein.

"Das österreichische Bundesheer wurde von der Bevölkerung als aktiver Part in der Pandemie-Bekämpfung wahrgenommen. Befragte, die mit dem Bundesheer in Test- und Impfstraßen oder an der Grenze Kontakt hatten, stellten den Soldatinnen und Soldaten ein sehr gutes Zeugnis aus. Es gilt nun, dieses positive Image in der Bevölkerung auch auf andere Heeresbereiche auszudehnen", kommentierte Hajek die Ergebnisse.

"Die Bevölkerung hat unserem Bundesheer und damit unseren Soldatinnen und Soldaten bestätigt, dass sie wertvolle und sehr gute Arbeit leisten. Die Ergebnisse zeigen aber auch, dass alte Klischees einfach nicht mehr greifen und unser Heer endlich das Image zugeschrieben bekommt, das es wirklich verdient", zeigte sich Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) erfreut.

Im Kampf gegen Corona halfen in Spitzenzeiten bis zu 8.600 Soldaten und Zivilbedienstete österreichweit beim Contact-Tracing, Massentestung, Grenzkontrollen und Auslieferung von Test Kits sowie Impfungen.