Täter hatte Sympathie für politischen Islam. Der Mann, der in der Nacht auf Montag vor der Residenz des iranischen Botschafters in Wien einen Wachsoldaten angegriffen und von ihm erschossen wurde, hatte "eindeutig Sympathie für den politischen Islam". Das sagte Michaela Kardeis, Generaldirektorin für die öffentliche Sicherheit, bei einer Pressekonferenz mit Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) am Dienstag in Wien.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 13. März 2018 (10:08)
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Polizei präsentiert erste Erkenntnisse nach Messerattacke

Das sind die ersten Erkenntnisse aus den Ermittlungen der Polizei. Die Auswertung des bei der Durchsuchung der Wohnung des Messerangreifers sichergestellten Materials werde noch ein paar Tage in Anspruch nehmen, sagte Kardeis. Es gehe in erster Linie darum, die "Social-Media-Kommunikation" des Mannes zu "filtern". Derzeit lasse sich sagen, dass "er eindeutig Sympathie für den politischen Islam hatte".

Der Mann diente außerdem beim Bundesheer als Grundwehrdiener. Er ist 2012 als strenggläubiger Muslim bei der Garde in Wien eingerückt, das sagte das Verteidigungsministerium auf Anfrage am Dienstag. Solche strenggläubigen Muslime beim Bundesheer gibt es im Schnitt 30, so ein Sprecher. Diese dürfen fünf Mal am Tag beten, bekommen ein eigenes Essen, dürfen sich einen Bart wachsen lassen, dürfen die Gebetsräume nutzen und bekommen an islamischen Feiertagen dienstfrei.