Zu den Feiertagen fällt um 30 Prozent mehr Altglas an. Weil Schampus und Co. um Weihnachten und Silvester Hochkonjunktur haben: Zu den Feiertagen fällt um rund 30 Prozent mehr Altglas an. "Jede Glasverpackung muss im Altglascontainer entsorgt werden. Landet sie im Restmüll, ist sie für den Recyclingprozess verloren", erinnerte die Austria Glas Recycling GmbH am Mittwoch.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 20. Dezember 2017 (11:15)
Eine Flasche besteht zu zwei Drittel aus Altglas
APA (dpa)

Die Gesamtmenge des gesammelten Altglases werde für die Produktion neuer Glasverpackungen verwendet, berichtete Geschäftsführer Harald Hauke. Eine neue Flasche bestehe durchschnittlich zu zwei Dritteln aus altem Glas. "Mit jeder recycelten Glasverpackung sparen wir so viel Strom, wie zum Beispiel ein PC 25 Minuten lang braucht." In die Container für Weiß- und Buntglas dürfen nur Glasverpackungen eingeworfen werden, wie Wein- und Sektflaschen, Konserven- und Marmeladegläser, Parfumflakons oder Essig- und Ölflaschen. Keinen Platz haben dort Trinkgläser, Punschhäferl, Christbaumschmuck aus Glas oder Spiegel, die alle anders chemisch zusammengesetzt sind.

Allein in Wien steigt die Abfallmenge jetzt um rund zehn Prozent, berichtete die MA 48: In der Weihnachtswoche fielen in den vergangenen Jahren durchschnittlich 550 Tonnen Restmüll und 300 Tonnen Altpapier zusätzlich an. Schachteln sollte man nur zusammengefaltet in die Altpapiertonnen geben, um Überfüllung zu verhindern und den 48ern die Arbeit zu erleichtern. Die Müllabfuhr ist am Stefanitag (26. Dezember) wieder im Einsatz.

Die insgesamt 530 Christbaumsammelstellen der MA 48 werden ab 27. Dezember eingerichtet, außer im ersten Bezirk, dort stehen sie nach dem Silvesterpfad ab 2. Jänner zur Verfügung. Im Jahr 2016 wurden mehr als 160.000 Christbäume - rund 700 Tonnen - abgegeben. Sie werden zur Gewinnung von Strom und Fernwärme thermisch verwertet. Die so produzierte Energie reichte aus, um einen Monat lang 975 Haushalte mit Strom und 2.280 Haushalte mit Fernwärme zu versorgen.