Amokfahrer verkraftete seinen Niedergang nicht. Der Amokfahrer von Münster hat einem Medienbericht zufolge seinen beruflichen Niedergang als erfolgreicher Industriedesigner nicht verkraftet.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 09. April 2018 (11:35)
APA/ag.
Erster Hinweis auf ein Motiv

 Wie der "Kölner Stadt-Anzeiger" am Montag unter Berufung auf die von Ermittlern gesicherte Abschieds-E-Mail schrieb, hatte dieser eine Lampe entworfen, die sich zeitweise sehr gut verkaufte. Später ließ der Erfolg aber nach.

Laut dem Bericht verdiente der 48-Jährige zwischenzeitlich viel Geld, besaß fünf Autos und mehrere Wohnungen. Als sich seine Lage verschlechterte, gab er anderen die Schuld. Unter anderem beschuldigte er seinen Vater, überwarf sich mit Freunden und machte Ärzte für angeblich falsche Behandlungen verantwortlich.

Der Mann war am Samstagnachmittag in der Altstadt von Münster mit seinem Auto in eine Restaurantterrasse gerast. Eine 51-jährige Frau und ein 65-jähriger Mann wurden getötet. Der Täter erschoss sich im Wagen. Etwa 20 Menschen - darunter auch mindestens zwei Niederländer - wurden verletzt, einige davon lebensgefährlich.

Am Montag wurde unterdessen bekannt, dass der Amokfahrer keinen Waffenschein besaß. "Es war keine ordnungsgemäß erworbene Waffe", sagte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) dem Sender WDR 5. Im Campingbus wurden auch eine Schreckschusspistole und rund ein Dutzend sogenannter Polenböller gefunden. Weitere Polenböller sowie eine unbrauchbar gemachte Maschinenpistole vom Typ AK47 entdeckte die Polizei in Münster.