Kurz rechnet weiter mit "massiven Einschränkungen". Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) dämpft die Erwartungen auf baldige Lockerungen der Corona-Maßnahmen nach dem aktuellen Lockdown. "Wir werden nach dem 7. Dezember mit weiteren massiven Einschränkungen leben müssen", sagte er der "Kleinen Zeitung". Jedenfalls werde es keine "übereilten Öffnungsschritte" geben. Ziel sei es, ab dem 7. Dezember im Handel und für Schulen "vorsichtige Öffnungsschritte" zu setzen. Dies sei aber von den Infektionszahlen abhängig, so Kurz.

Von APA / BVZ.at. Update am 29. November 2020 (11:26)
Kanzler mahnt zur Geduld
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Je höher die Zahlen sind, "desto schwieriger wird es sein, Öffnungsschritte zu setzen", so Kurz. "Jedem muss bewusst sein, dass wir noch Wochen und Monate mit gewissen Einschränkungen leben müssen", sagte der Bundeskanzler.

Ein dritter Lockdown müsse so gut wie möglich verhindert werden. Dabei könnten die für Dezember geplanten Antigen-Massentests "eine große Chance" sein. Mit diesen könne das Infektionsgeschehen lokalisiert und Neuansteckungen verhindert werden, argumentierte er.

In der Debatte um eine vorweihnachtliche Schließung der Skigebiete wegen der Corona-Pandemie kündigte Kurz für Mittwoch die Präsentation der Regierungspläne zu diesem Thema an. Die Debatte müsse aber "differenzierter" geführt werden. Zum einen seien die Skipisten derzeit geschlossen und - "so leid" es ihm tue - werden die Sport- und Freizeiteinrichtungen nicht Teil des ersten Öffnungsschrittes sein.

Dennoch wolle die Regierung in "absehbarer Zeit" wieder mehr Sport ermöglichen, insbesondere, wenn dieser unter freiem Himmel und als Einzelsport stattfindet. Zum anderen müsse davon getrennt die Frage des Tourismus gesehen werden, so Kurz: "Was klar ist: Après-Ski wird es frühestens in einem Jahr wieder geben."

Angesprochen auf die hohen Infektions- und Erkrankungszahlen in der zweiten Welle und ob die Maßnahmen der Regierung nicht zu spät gekommen seien, meinte Kurz: "Wie Sie wissen, war ich dafür, den Lockdown schon früher und härter zu verhängen." Es habe aber Widerstand bei manchen Parteien und Landeshauptleuten gegeben, die argumentiert hätten, dass die Bevölkerung die Maßnahmen nicht mittragen würden. Er habe auch rund um die Herbstferien einen Anlauf genommen, wo es noch viel Widerstand gegeben habe, so Kurz: "Beim Lockdown light wollte ich bereits die Schulen schließen. Dafür gab es damals keine Mehrheiten."