Satellit zur Suche neuer Planeten ins All befördert. Die US-Raumfahrtbehörde NASA hat am Mittwoch einen Satelliten ins All befördert, der nach neuen Planeten außerhalb unseres Sonnensystems Ausschau halten soll. Eine Falcon-9-Trägerrakete des privaten Unternehmens SpaceX hob um 18.51 Uhr (Ortszeit, 0.51 Uhr MESZ) mit dem Transiting Exoplanet Survey Satellite (Tess) vom Raumfahrtbahnhof Cape Canaveral in Florida ab.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 19. April 2018 (06:05)
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Tess macht sich auf die Suche nach tausenden neuen Planeten
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Der ursprünglich für die Nacht auf Dienstag (MESZ) geplante Start hatte zuvor verschoben werden müssen, da das Tess-Navigationssystem noch einmal überprüft werden musste.

Tess soll in den kommenden zwei Jahren mehr als 200.000 der hellsten Sterne nach Anzeichen für kreuzende Planeten absuchen. Eine vorübergehende Helligkeitsabnahme gilt als ein solcher Hinweis auf einen Planeten.

Die NASA rechnet damit, dass Tess rund 20.000 sogenannte Exoplaneten - Planeten außerhalb unseres Sonnensystems - aufspürt, darunter etwa 50 Planeten von der Größe der Erde, auf denen es möglicherweise Leben geben könnte.

Tess ist 337 Millionen Dollar (273 Millionen Euro) teuer und als Nachfolger des Weltraumteleskops Kepler konzipiert. Kepler wurde 2009 ins All befördert und wies bereits rund 2.300 Exoplaneten nach. Seine Lebensdauer nähert sich dem Ende.