Empfehlung an Teams: Auf Hymnen-Proteste verzichten. Die nordamerikanische Basketball-Profiliga NBA empfiehlt ihren Teams, auf Hymnen-Proteste wie beim American Football zu verzichten.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 01. Oktober 2017 (15:15)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Tatum schickte Memo aus
APA/dpa

 In einem Memorandum an die 30 Teams erinnerte der stellvertretende Liga-Chef Mark Tatum daran, dass die NBA den Spielern und Trainern vorschreibt, während der US-Nationalhymne zu stehen.

Zuletzt hatten sich zahlreiche Spieler in der Football-Liga NFL bei der Nationalhymne hingekniet, um gegen soziale Ungerechtigkeit und US-Präsident Donald Trump zu protestieren. Bei den ersten Partien der Testspielserie für die neue NBA-Saison am Samstag blieben die Spieler allesamt stehen.

Tatum hatte den Teams am Freitag vorgeschlagen, den Auftakt der Pre-Season zu nutzen, um Kernwerte der Liga wie Gleichberechtigung, Vielfalt und Zugehörigkeit zu verdeutlichen. Spieler oder Trainer könnten vor der Hymne eine Ansprache halten oder es könnte ein Video gezeigt werden. Die Liga unterstütze es, wenn Spieler ihre Meinungen äußern.

In dem Memo, über das zuerst der TV-Sender ESPN berichtet hatte, hieß es aber auch: "Sollte ein Spieler, Trainer oder Teamangestellter während der Nationalhymne nicht stehen, wird das Ligabüro darüber entscheiden, wie damit umgegangen wird. Teams haben keinen Ermessensspielraum, um diese Regel außer Kraft zu setzen."