Polizei erhält 9.000 Dienst-Smartphones und -Tablets. Österreichische Polizisten sollen ab September Dienst-Smartphones und -Tablets erhalten. Das berichtete das Magazin "Öffentliche Sicherheit", aus dem die Tageszeitung "Standard" am Mittwoch zitierte. Konkret handelt es sich um "9.000 Endgeräte im ersten Schritt", wie Innenministeriumssprecher Karl-Heinz Grundböck der APA sagte.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 26. Juli 2017 (13:35)
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9.000 Endgeräte wird es im ersten Schritt geben

Damit wäre ein Drittel aller Polizisten abgedeckt. Das Ziel für die beiden folgenden Jahre ist die Vollausstattung aller Exekutivbeamten.

Auf diesen Geräten von Apple soll es mobile Anwendungen für die Polizeiarbeit geben, etwa einen dienstlichen Messenger, mit dem Dateien und Fotos versandt werden können. Dieser wird laut Innenministerium von A1 bereitgestellt. Außerdem gibt es eine App für Personen- und Fahrzeugkontrolle. In Zukunft sollen Anwendungen für Tatortfotos, Notizen und Fahndungen folgen.

Ein Problem in der bisherigen Praxis war, dass "mitunter private Geräte und nicht sichere Anwendungen für dienstliche Zwecke" verwendet worden sind, sagte Generalmajor Jürgen Doleschal im vom Innenministerium herausgegebenen Magazin. Die private Nutzung der Dienst-iPhones wird Polizisten explizit erlaubt, allerdings will man "die notwendigen Sicherheitsanforderungen aufrechterhalten", betonte Grundböck. Am Smartphone dürfen frei Apps installiert werden, am iPad soll es hingegen eine "Whitelist" von erlaubten Anwendungen geben.

Momentan wird der Polizei-Messenger von rund 600 Bediensteten des Einsatzkommandos Cobra getestet. Ein "Mobile Device Management" soll sicherstellen, dass dienstliche Daten vor dem Zugriff durch Unbefugte geschützt sind.