Buschfeuer schlägt Tausende in die Flucht. Tausende Kalifornier sind am Donnerstag vor einem rasch um sich greifenden Buschfeuer geflüchtet. Mehrere Menschen wurden verletzt, berichtete unter anderem der Sender CNN.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 09. November 2018 (07:29)
APA/dpa
In Nordkalifornien breitet sich ein Buschfeuer aus

 Es gibt auch unbestätigte Bericht über Todesopfer. Nach Auskunft der Feuerbehörde ist der Brand nahe der Ortschaft Chico in Nordkalifornien in wenigen Stunden auf eine Fläche von über 70 Quadratkilometern angewachsen.

Die Stadt Paradise wurde vom Waldbrand fast vollständig zerstört. Tausende Gebäude seien niedergebrannt, teilte Scott McLean von der kalifornischen Feuerwehr am Donnerstag mit. Auch ein Teil des örtlichen Krankenhauses sei niedergebrannt, berichteten die Behörden. Mehrere Zivilisten und Feuerwehrleute seien verletzt worden. Es gebe auch unbestätigte Berichte über Todesopfer.

Wind, der für die schnelle Ausbreitung des Feuers mit bis zu 15 Meter hohen Flammen sorgte, habe Paradise vernichtet. In der Gemeinde sind 27.000 Menschen zu Hause. Sie hatten die Stadt am Donnerstag verlassen müssen. Wie viele Einwohner bei dem Brand verletzt wurden und wie groß das Ausmaß der Schäden war, konnten die Behörden zunächst nicht konkret sagen. Es sei zu gefährlich, das Gebiet zu betreten. Die Stadt Paradise befindet sich rund 290 Kilometer nordöstlich von San Francisco.

Vize-Gouverneur Gavin Newsom hat für den Bezirk Butte County den Notstand erklärt, um auf diese Weise schnell Hilfe zu mobilisieren. Das "Camp Fire" bedrohte vor allem eine ländliche Region am Fuße des Sierra-Nevada-Gebirges, etwa 300 Kilometer nördlich von San Francisco. Es wird befürchtet, dass bereits Dutzende Gebäude abgebrannt sind.

Eine Fläche von 3.237 Hektar sei verbrannt worden. Auch die 93.000 Einwohner zählende Stadt Chico galt als bedroht. Kalifornien erlebt eines der schlimmsten Waldbrandjahre in seiner Geschichte. Bisher fiel fast doppelt so viel Fläche wie im Vorjahreszeitraum den Flammen zum Opfer und fast das dreifache Gebiet wie im Fünfjahresdurchschnitt.

Bei anhaltend sommerlichen Temperaturen und Trockenheit ist die Feuergefahr an der US-Westküste weiterhin hoch. In diesem Sommer wüteten zahlreiche Großbrände, darunter auch in der Nähe des berühmten Yosemite-Nationalparks. Das bei Touristen beliebte Yosemite-Tal war wegen starker Rauchentwicklung für Besucher wochenlang gesperrt.