2019: Über 2000 Fahrerfluchtunfälle mit Personenschaden. Der Unfall vom Freitagabend in Wien-Donaustadt, bei dem eine Pensionistin starb, ein 62-Jähriger schwer verletzt wurde und der Lenker Fahrerflucht beging, ist laut Verkehrsclub Österreich (VCÖ) einer von sechs Unfällen in Österreich mit Fahrerflucht pro Tag.

Von APA / BVZ.at. Erstellt am 11. Januar 2021 (12:09)
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2.261 derartige Unglücke ereigneten sich allein im Jahr 2019, dabei gab es zehn Tote und 2.686 Verletzte. Unter den Opfern finden sich vor allem Fußgänger, wie der VCÖ am Montag aufmerksam machte.

Im Jahr 2019 wurde bei jedem zehnten tödlichen Fußgängerunfall Fahrerflucht begangen. Laut VCÖ starben 68 Fußgänger im Jahr 2019 bei Verkehrsunfällen. Bei sieben von ihnen begingen Autolenker Fahrerflucht. Bei den drei weiteren Opfern von Unfällen mit Fahrerflucht im Jahr 2019 handelte es sich in zwei Fällen um Radfahrer, ein Todesopfer war ein Pkw-Insasse. Zudem wurden 542 Fußgänger sowie 549 Radfahrer verletzt.

"Die hohe Anzahl an Fußgängerinnen und Fußgängern unter den Opfern zeigt, dass es insgesamt verstärkte Maßnahmen für eine sichere und fußgängerfreundliche Verkehrsplanung in den Städten und Gemeinden braucht. Mehr Verkehrsberuhigung und Tempo 30 statt 50 im Ortsgebiet tragen wesentlich zur Unfallvermeidung bei", betont VCÖ-Sprecher Gratzer.

Jeder vierte Fahrerfluchtunfall ereignete sich 2019 in Wien. Mit 601 Fahrerfluchtunfällen gab es fast doppelt so viele wie in Oberösterreich mit 314, in Niederösterreich gab es 371 Fahrerfluchtunfälle. Die meisten Todesopfer gab es in Oberösterreich mit vier, in Niederösterreich kamen drei Menschen bei Fahrerfluchtunfällen ums Leben. Fahrerflucht bei Verkehrsunfällen mit Personenschaden kann laut VCÖ eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren, bei einem tödlichen Unfall von bis zu drei Jahren zur Folge haben.