Lawinengipfel im Wiener Bundeskanzleramt. Die Regierung lädt am Dienstag zu einem Lawinengipfel in das Bundeskanzleramt, bei dem Umwelt- und Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) und Verteidigungsminister Mario Kunasek (FPÖ) eine Zwischenbilanz zu den bisherigen Ereignissen ziehen. Ebenso werden gemeinsam mit Einsatzorganisationen und Beteiligten Problemfelder und Lösungsansätze besprochen.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 26. Februar 2019 (05:43)
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Köstinger will Zwischenbilanz ziehen

Der Gipfel findet vor dem Hintergrund der extrem starken Schneefälle vor allem in der ersten Jänner-Hälfte statt. Diese brachten eine stark erhöhte Lawinengefahr mit sich. Allein in Tirol gingen rund 220 Lawinen ab.

"Wir müssen darüber reden, wie wir die bestehenden Schutzmaßnahmen optimieren, aber auch richtiges Verhalten der Menschen in gefährdeten Gebieten unterstützen können", kündigte Köstinger für den Gipfel an.

Laut APA-Recherchen hat der bisherige Winter mit enormen Schneemengen in Österreichs Bergen bis dato 18 Tote durch Lawinen gefordert. Zwei weitere Personen wurden zudem von Dachlawinen verschüttet. Die meisten toten Wintersportler waren am 12. Jänner bei einem Lawinenabgang in Lech in Vorarlberg zu beklagen - vier deutsche Skifahrer ließen dabei ihr Leben.

Das westlichste Bundesland befand sich bisher mit insgesamt sechs tödlich verunglückten Personen an der Spitze der traurigen Lawinen-Statistik. Fünf Lawinentote gab es in Tirol, zwei in Salzburg, Kärnten und Niederösterreich sowie einen in der Steiermark (exklusive der Toten durch Dachlawinen).