1.524 Corona-Neuinfektionen, über 15.000 aktive Fälle. In Österreich sind in den vergangenen 24 Stunden 1.524 SARS-CoV-2-Neuinfektionen gemeldet worden. Somit stieg die Zahl der bestätigten aktiven Fälle erstmals auf über 15.000 - österreichweit 15.130 Menschen waren es am Dienstag.

und APA / BVZ.at. Update am 20. Oktober 2020 (15:11)
Erstmals gibt es mehr als 15.000 aktive Fälle
APA (Archiv/STADT WIEN)

Ein deutliches Plus gab es bei Spitals-Patienten - im Vergleich zum Montag kamen 90 hinzu, 889 Covid-19-Erkrankte mussten im Krankenhaus behandelt werden, 145 davon - wie am Montag - auf der Intensivstation. Die Zahl der Toten stieg um zehn auf 914.

Vor exakt einer Woche mussten noch 107 Erkrankte auf Intensivstationen behandelt werden, ihre Zahl ist somit in einer Woche um rund 36 Prozent gestiegen. Eine Zunahme von rund 30 Prozent verzeichneten Covid-19-Patienten auf Normalstationen - von 504 am vergangenen Dienstag auf jetzt 654 Betroffene im Spital.

Insgesamt wurden in den vergangenen 24 Stunden 19.469 Testergebnisse eingemeldet, davon waren rund 7,8 Prozent positiv. Im Schnitt der vergangenen sieben Tage wurden täglich 1.446 Neuinfektionen verzeichnet.

Mit Stand 9.30 Uhr wurden seit Beginn der Epidemie in Österreich 67.451 Menschen positiv auf SARS-CoV-2 getestet. 51.407 gelten als wieder genesen. Auch am Dienstag zeigten sich wieder deutlich unterschiedliche Testungszahlen und Einmeldungen in das Epidemiologische Melderegister (EMS) aus den einzelnen Bundesländern.

Wien meldete am Dienstag 333 Coronavirus-Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Außerdem wurde ein Cluster rund um eine Schule in Hietzing bekannt. Betroffen ist das Bundesinternat am Himmelhof, wie die Gratiszeitung "Heute" berichtete. Ein Sprecher des Krisenstabes bestätigte dies der APA: "Es gibt mittlerweile 40 Infizierte."

Unterdessen haben Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) und ÖVP-Klubobmann August Wöginger am Dienstag bekräftigt, im nicht-öffentlichen Raum keine Corona-Nachschau halten zu wollen. "Wir haben kein Interesse daran, im Privatbereich irgendwelche Kontrollen durchzuführen", betonte Anschober in einer Pressekonferenz zur Pflegereform. Wöginger meinte, man appelliere lieber an die Eigenverantwortung der Menschen. "Die wird es nicht geben, gleichgültig ob es rechtlich möglich wäre oder nicht", so Anschober, der auf entsprechende Juristenaussagen angesprochen wurde. Die hausinternen Experten seien der Ansicht, dass dies nicht möglich sei. "Ich glaube auch, dass es auch politisch wichtig ist, den Privatbereich privat zu belassen", so der Minister.