Russland bereitet sich trotz Sanktionen auf Tokio vor. Trotz der Strafe der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) für Russland will das Land an seinen Vorbereitungen für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio festhalten. Das bekräftigte der Präsident des Nationalen Olympischen Komitees in Russland, Stanislaw Posdnjakow, am Mittwoch der Agentur Interfax zufolge. Das gelte auch für andere wichtige Wettbewerbe.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 11. Dezember 2019 (09:53)
Trotz Strafe wegen Dopings will Russland zu Olympia
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"Die Situation verlangt von uns, alles zu tun, um die legitimen Rechte unserer 'sauberen' Athleten zu gewährleisten." Wer nicht bei Dopinguntersuchungen kooperiere, werde bestraft, sagte Posdnjakow.

Das WADA-Exekutivkomitee hatte am Montag die russische Anti-Doping-Agentur RUSADA bis 2023 suspendiert. Athleten des Landes dürfen in diesem Zeitraum nicht unter der russischen Fahne, sondern nur als neutrale Sportler starten, wenn sie nicht in den Staatsdoping-Skandal verwickelt gewesen sind. Russland darf während der vier Jahre keine Sportgroßveranstaltungen ausrichten.

Sportminister Pawel Kolobkow zeigte sich überzeugt, dass bereits vereinbarte internationale Wettbewerbe in Russland auch ausgetragen werden könnten. "Wir haben bereits mit dem Verkauf von Tickets für eine Reihe von Wettbewerben begonnen", sagte er, ohne Details zu nennen. Er sei sicher, dass "unsere Partner in internationalen Verbänden unser Recht unterstützen", diese auch abzuhalten.