Gericht verurteilte UBS zu Strafe von 3,7 Mrd. Euro. Die Schweizer Großbank UBS ist in Frankreich zu einer Rekordstrafe von 3,7 Milliarden Euro verurteilt worden. Das Pariser Strafgericht sprach die Bank schuldig, französische Kunden zur Steuerhinterziehung verleitet zu haben. Die Vorfälle beziehen sich auf die Jahre 2004 bis 2012, erklärte das Gericht am Mittwoch.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 20. Februar 2019 (14:39)
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Schweizer Großbank UBS

Die Strafe entspricht der von den französischen Staatsanwälten geforderten Summe. Die UBS wollte im Anschluss an die Verhandlung eine Mitteilung veröffentlichen. Der Schweizer Großbank und einigen früheren Mitarbeitern wird vorgeworfen, zwischen 2004 und 2012 Steuerflüchtlingen aus Frankreich geholfen zu haben, Geld in der Schweiz zu verstecken. Das Urteil ist eine erste wichtige Richtungsentscheidung in dem Rechtsfall.

Experten gehen jedoch davon aus, dass die unterlegene Seite den Streit vor die nächste Instanz bringen will. Dieser könnte sich damit noch Jahre hinziehen.

Die Anklage warf der UBS Geldwäsche im Zusammenhang mit Steuerhinterziehung und illegale Anwerbung von Kunden vor. Wegen der Ermittlungen hatte die französische Justiz bereits eine Kaution von 1,1 Milliarden Euro gegen das Geldhaus verhängt. Vor Gericht standen auch die französische Filiale der UBS sowie sechs Verantwortliche.

Die Bank hatte vor dem Urteil mitgeteilt, die in Frankreich geforderten Beträge seien weder durch die Beweise noch das Gesetz gerechtfertigt.

Nach der Verurteilung zur milliardenschwere Strafzahlung haben die Anleger die Aktien der Schweizer Großbank UBS aus ihren Depots gekippt. Die Titel fielen an der Börse in Zürich unmittelbar nach der Nachricht um 2,3 Prozent auf 12,55 Franken (11 Euro).