Chris Brown wegen Vergewaltigungsvorwurf verhört. US-Rapper Chris Brown ist in Paris wegen Vergewaltigungsverdachts vorübergehend festgenommen worden.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 23. Januar 2019 (05:56)
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Ein Verfahren gegen ihn wurde keines eingeleitet

Brown sei nach einem Verhör am Dienstag wieder freigelassen worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Ein Verfahren gegen Brown sei zunächst nicht eingeleitet worden, die Ermittlungen gehen aber weiter. Eine Frau wirft Brown vor, sie mit zwei weiteren Männern missbraucht zu haben.

Brown war am Montag festgenommen worden. Nach Angaben der Frau soll sich die Gruppenvergewaltigung durch Brown, seinen Leibwächter und einen weiteren Mann in der Nacht zum 16. Jänner in einem Hotel im Zentrum der Stadt ereignet haben. Die 25-Jährige hatte nach eigenen Angaben zuvor mit dem Musiker und weiteren Frauen in einem Club der französischen Hauptstadt gefeiert und ihn dann zum Hotel begleitet.

Browns Anwalt Raphael Chiche erklärte, sein Mandant beteuere "energisch" seine Unschuld und wolle eine Verleumdungsklage einreichen. Der Sänger selbst nannte die Vorwürfe im Online-Bilderdienst Instagram "falsch" und "respektlos".

Brown hatte in den vergangenen Jahren immer wieder Ärger mit der Justiz. 2009 wurde er von einem kalifornischen Gericht wegen eines Angriffs auf seine damalige Freundin, R&B-Star Rihanna, zu fünf Jahren Haft auf Bewährung und 180 Tagen gemeinnütziger Arbeit verurteilt.

Seine Prügelattacke sorgte damals weltweit für Schlagzeilen: Der Rapper hatte kurz vor der Grammy-Verleihung im Streit so schwer auf Rihanna eingeprügelt, dass sie ihren Auftritt bei der Gala absagen musste. Polizeifotos der verletzten Rihanna gingen um die Welt.

2014 bekannte Brown sich schuldig, in Washington einen Fan angegriffen zu haben. Zwei Jahre später wurde er von zwei Frauen in Las Vegas und Los Angeles wegen Gewalttaten angezeigt.