Salzburgs Bürgermeister Heinz Schaden tritt zurück. In der Stadt Salzburg tritt am Mittwoch Bürgermeister Heinz Schaden (SPÖ) von allen politischen Funktionen zurück. Er stand seit 1999 an der Spitze der Festspielstadt. Ende Juli war er im Zusammenhang mit dem sogenannten Swap-Deal zwischen Stadt und Land Salzburg wegen Beihilfe zur Untreue zu drei Jahren Haft, einem davon unbedingt, verurteilt worden. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 20. September 2017 (02:30)
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Schaden war seit 1999 Salzburgs Stadchef
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Schaden wird zu Beginn der Gemeinderatssitzung seinen Rücktritt erklären und den Vorsitz an seinen Stellvertreter Harald Preuner (ÖVP) übergeben, der vorübergehend die Geschäfte fortführt. Die Neuwahl des Bürgermeisters ist für den 26. November angesetzt. Sollte dabei keiner der Kandidaten mehr als 50 Prozent der Stimmen erreichen, findet am 10. Dezember eine Stichwahl zwischen den beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen statt. Zur Wahl antreten werden insgesamt sechs Kandidaten.

Der neue Bürgermeister wird rund 15 Monate im Amt sein. Im Frühjahr 2019 finden in der Stadt die nächsten regulären Gemeinderatswahlen statt, dann wird auch erneut ein Bürgermeister gewählt.

Mit 18 Jahren Amtszeit war Heinz Schaden der zweitlängste amtierende Bürgermeister in der Geschichte der Stadt Salzburg. Davor war er von 1992 bis 1999 bereits Bürgermeister-Stellvertreter.