EM bringt Saisonende mit guten Aussichten für WM, Olympia

Erstellt am 18. August 2022 | 05:00
Lesezeit: 3 Min
Felix Auböck ist für WM 23 und Olympia auf einem guten Weg
Felix Auböck ist für WM 23 und Olympia auf einem guten Weg
Foto: APA/AFP
Nach knapp 13 Monaten mit Olympia, Budapest-WM und Rom-EM gibt es den nächsten Schwimm-Höhepunkt auf der Langbahn nun erst in der zweiten Juli-Hälfte 2023 mit den Weltmeisterschaften in Fukuoka.
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Sieben OSV-Aktive haben für den Event schon Solo-Limits erbracht, zudem sollen in Japan auch die Staffeln über 4 x 100 m Lagen der Männer und 4 x 200 m Kraul der Frauen antreten. Da macht sich der Leistungsaufschwung im rot-weiß-roten Lager bemerkbar - auch Richtung Olympia-Normen.

Für eine Fix-Qualifikation für Paris 2024 ist da jeweils die Zeit des 14. Vorlaufplatzes der Tokio-Spiele zu unterbieten. Die Qualifikationsfrist läuft zwar erst ab 1. März 2023, zwei österreichische Schwimmer haben die geforderten Limits aber heuer schon unterboten. Sozusagen ab März nur noch Bestätigungen brauchen demnach Felix Auböck über 200 und 400 m Kraul sowie Simon Bucher über 50 m Delfin. Bereits knapp herangekommen sind Valentin Bucher (100 m Brust/+0,05 Sek.), Heiko Gigler (50 und 100 m Kraul/+0,18 bzw. +0,09) und Lena Grabowski (200 m Rücken/+0,39).

OSV-Sportdirektor Walter Bär äußerte sich hinsichtlich eines recht großen Olympia-Teams auf Basis des Status quo optimistisch. "Das Ziel ist, Limits in Fukuoka bzw. bis ein Jahr davor zu unterbieten", sagte er der APA - Austria Presse Agentur. WM-Limits neben Auböck (200, 400 m Kraul) und Bucher (50, 100 m Delfin) haben schon Gigler (100 m Kraul), Bernhard Reitshammer (50 m Brust), Bayer (50, 100 m Brust), Grabowski (200 Rücken) und Christopher Rothbauer (200 m Brust). Inklusive der Frauen-Staffel wären das ein knappes Jahr davor elf Aktive, so wie im Juni bei der Budapest-WM.

Über das Abschneiden bei den Europameisterschaften in Rom äußerte sich Bär sehr zufrieden. "Vor einigen Jahren haben wir uns noch gefreut, am Nachmittag (in Finalsession, Anm.) mitschwimmen zu können. Jetzt haben wir zehn Finali." Dabei seien Teilnahmen an Endläufen teilweise gar nicht mehr das höchste Ziel, und schon gar nicht solche an Semifinali. Bär: "Es sind auch durchaus gute Medaillenchancen da. Mit etwas mehr Glück hätten wir einige mehr Medaillen gehabt. Das ist natürlich eine großartige Bilanz."

Von den zwölf EM-Teilnehmern waren nur Luka Mladenovic und Christopher Rothbauer nicht in zumindest einer Finalsession vertreten. Der Salzburger hat die Form auf die Junioren-WM ausgerichtet, der Niederösterreicher wurde über 200 m Brust disqualifiziert. Neben Bronze für Auböck über 200 m Kraul sowie die Lagen-Staffel gab es je drei vierte, je zwei fünfte und achte Plätze sowie einen sechsten Rang. Von fünf österreichischen Rekorden gingen drei auf Bayers Konto (jeweils 100 m Brust) sowie je einer auf Bucher (50 m Delfin) und Gigler (100 m Kraul).

In einer EM-Gesamtbilanz weist Rot-Weiß-Rot vier Tage vor Ende der Titelkämpfe sechs Medaillen aus, von der Anzahl her war von den 35 Auflagen davor nur Eindhoven 2008 mit acht erfolgreicher. Hauptverantwortlich für diese Bilanz sind die Alexandri-Schwestern Anna-Maria und Eirini-Marina im Duett sowie Vasiliki im Solo mit zweimal Silber bzw. zweimal Bronze im Synchronschwimmen. Ein weiterer Zuwachs bis zum Sonntag im Wasserspringen oder Freiwasser-Schwimmen wäre eine Sensation.