Wiener Neustadt: Kebap-Ali gibt auf. Alihan Turgut, besser bekannt als „Kebap-Ali“, wird seinen Stand beim Utoya-Park neben dem Bahnhof aufgeben.

Von Mathias Schranz. Erstellt am 12. April 2018 (09:19)
Mathias Schranz
Kebap-Ali gibt auf

„Es ist einfach kein Geschäft zu machen, dazu kommt die Drogenszene, die große Probleme macht“, sagt er im Gespräch mit der NÖN. Schon Ende April ist Schluss, sein Stand steht zum Verkauf, wie es dann weitergeht, weiß er nicht. „Ich habe noch keinen Plan, aber ich mache alles. Billa-Lagerarbeiter oder Baustelle, ganz egal.“ Der 54-Jährige war bisher noch nie arbeitslos, „aber so wie es jetzt läuft, kann ich aber nicht weitermachen. Ich machen nur Minus jeden Monat.“

Vor einem Jahr hatte das Schicksal von Kebap-Ali hohe Wellen geschlagen, sorgte in Österreich für Schlagzeilen (siehe ganz unten), sogar die New York Times berichtete auf der Homepage von dem Wiener Neustädter Gastronom. Er musste im Zuge des Marienmarkts-Starts seinen Stand am Hauptplatz aufgeben, bekam von der Stadtregierung keine Genehmigung für einen Stellplatz mehr – auch, weil sein Deutsch zu schlecht sei, wie es damals hieß.

Ein kleiner Trost: Alis Frau, die an Schilddrüsenkrebs leidet, ist auf dem Weg der Besserung. „Ihr geht es derzeit ganz gut.“