Lehrer aus NÖ bei Skiunfall tödlich verunglückt. Zu einem tödlichen Skiunfall ist es am Dienstagnachmittag in der Steiermark gekommen. Ein 62-jähriger Lehrer aus Stockerau (Bezirk Korneuburg) verunglückte laut Landespolizeidirektion Steiermark kurz vor 16.00 Uhr auf der Mariazeller Bürgeralpe im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag. Der alarmierte Notarzt habe nur mehr den Tod des 62-Jährigen feststellen können.

Von Redaktion, APA. Update am 09. Januar 2019 (12:45)
Symbolbild
Erwin Wodicka

Der 62-Jährige, der am Dienstagnachmittag im Rahmen einer Wintersportwoche auf der Mariazeller Bürgeralpe verunglückte, stammt aus Stockerau. Willibald Sommerer unterrichtete im Stockerauer Gymnasium Englisch und Geschichte und war auch als Fußballtrainer in der Sportunion tätig.

Der Skikurs wurde nach dem Unfall abgebrochen, die Schüler sind auf dem Weg nach Hause. „Sie wurden noch vor Ort von einem Kriseninterventionsteam betreut. Die Schulpsychologin wird die Geschehnisse sowohl mit den Schülern als auch mit den Lehrern aufarbeiten“, so Susanne Schiller, Sprecherin der Bildungsdirektion NÖ.

Im Stockerauer Gymnasium ist die Betroffenheit groß. Der alljährliche Schulball, der heuer am 26. Jänner stattgefunden hätte, wurde abgesagt.

Auch die Verantwortlichen der Sportunion trauern um Sommerer, der ihnen als leidenschaftlicher Sportler und herzensguter Mensch in Erinnerung bleibt.

Tragischer Unfall: Lehrer starb kopfüber im Schnee

Gegen 15.50 Uhr war der Lehrer als Begleitperson von neun Schülern des Stockerauer Gymnasiums auf der sogenannten "Familienabfahrt" unterwegs, als er im Flachstück vor dem letzten Steilhang aus bisher ungeklärter Ursache plötzlich einen Ski verlor und links über den Pistenrand in einen steil abfallenden Waldbereich stürzte.

Dort dürfte er im lockeren und metertiefen Schnee kopfüber steckengeblieben sein. Den nachkommenden Schülern war laut Polizei eine Hilfeleistung aufgrund der vorhandenen Schneemassen nicht sofort möglich.

Einsatzkräfte der Bergrettung Mariazell seien schließlich zum 62-Jährigen abgestiegen, hätten jedoch keine Lebenszeichen mehr festgestellt. Die Staatsanwaltschaft Leoben habe die Beschlagnahme des Leichnams sowie eine Obduktion angeordnet. Die Erhebungen seien von der Alpinpolizei Hochsteiermark übernommen worden.