Bande stahl Fahrräder und Werkzeuge um 150.000 Euro. Eine sechsköpfige Bande aus Ungarn hat von Jänner bis Mai in Tirol, Salzburg, Niederösterreich und Oberösterreich insgesamt 50 Einbrüche begangen. Meist stahlen die Männer Fahrräder aus Garagen von Einfamilienhäusern und teure Werkzeuge aus Firmenfahrzeugen. Der Wert des Diebesguts beträgt laut oberösterreichischer Polizei rund 150.000 Euro.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 24. Oktober 2018 (15:58)
Shutterstock/Rainer Fuhrmann
Der Fahrraddieb brachte sich selbst zu Fall.

Auf die Spur der Gruppe kam man, als zwei der Mitglieder am 15. Mai in Seewalchen am Attersee (Bezirk Vöcklabruck/OÖ) bei einem Werkzeugdiebstahl erwischt und nach einer waghalsigen Flucht von der Polizei geschnappt wurden. Die beiden Ungarn waren mit 200 km/h über die Westautobahn (A1) gerast, hatten eine Straßensperre gerammt und waren bei Amstetten mit ihrem Wagen schließlich im Graben gelandet.

Der 24-jährige Lenker versuchte noch durch die Windschutzscheibe aus dem Wrack zu flüchten, allerdings erfolglos. Er und sein 19-jähriger Komplize - beide leicht verletzt - wurden festgenommen.

Im Lauf der Ermittlungen, an denen neben dem Landeskriminalamt Oberösterreich auch die Staatsanwaltschaften Graz und St. Pölten sowie ungarischen Polizeidienststellen beteiligt waren, wurden vier weitere Ungarn im Alter von 21 bis 28 Jahren als Bandenmitglieder ausgeforscht und mittlerweile nach Österreich ausgeliefert. Zwei der Männer wurden in der Vorwoche vom Landesgericht St. Pölten zu Freiheitsstrafen von zwei Jahren bzw. 20 Monaten verurteilt. Ihre Komplizen warten noch auf ihren Prozess.