Zverev überstand Fünfsatz-Kampf gegen Lajovic. Alexander Zverev hat am Samstag die dritte Runde bei den French Open in Paris mit viel Mühe gemeistert. Der Genf-Sieger rang den als Nummer 30 gesetzten Serben Dusan Lajovic nach 3:03 Stunden bei erstmals sommerlichen Temperaturen 6:4,6:2,4:6,1:6,6:2 nieder. Zverev hatte auch schon in Runde eins gegen John Millman (AUS) über die volle Distanz gehen müssen.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 01. Juni 2019 (15:41)
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Es war eine harte Partie

"Dusan ist ein unglaublicher Spieler. Es war ein sehr schweres Match. Ich bin einfach froh, dass ich weiter bin", erklärte Zverev, der nicht weniger als 14 Doppelfehler (!) und 55 unerzwungene Fehler beging. Am Ende wird ihm das wohl egal sein, aber gegen den als Nummer neun gesetzten Fabio Fognini wird er sich steigern müssen.

Der als Nummer 5 gesetzte Deutsche, der im Vorjahr mit dem Viertelfinale in Roland Garros sein bisher bestes Grand-Slam-Resultat geschafft hatte (Dreisatz-Aus gegen Dominic Thiem), bekommt es nun im Viertelfinale mit dem Monte-Carlo-Sieger zu tun.

Der Italiener benötigte gegen Roberto Baustista Agut (ESP-18) noch sieben Minuten länger, ehe er sich mit 7:6(5),6:4,4:6,6:1 durchsetzte. Fognini musste im dritten Satz eine Behandlungsauszeit nehmen und ließ sich seinen rechten Knöchel neu tapen. Obwohl er den Satz abgeben musste, war er dann aber doch wieder Herr der Lage.

Stefanos Tsitsipas verhinderte nur mit Mühe einen fünften Satz gegen den Serben Filip Krajinovic. Das am Vortag bei 5:5 im dritten Satz abgebrochene Match erhielt beinahe noch eine Wende, der als Nummer 6 gesetzte Grieche besiegte den Außenseiter aber noch mit 7:5,6:3,6:7(5),7:6(6). Er wehrte im vierten Satz auch einen Satzball von Krajinovic ab.

Tsitsipas kürte sich damit zum ersten Griechen seit 83 (!) Jahren, der das Achtelfinale in Roland Garros erreicht hat. Damals war Lazaros Stalios (1936) so weit gekommen. "Es ist wirklich schwierig, wenn du einen Tag später weitermachen musst. Das geht sehr an die Psyche", meinte ein erleichterter Tsitsipas.

Der erst 20-jährige Weltranglisten-Sechste trifft nun in einem echten Hit auf den dreifachen Grand-Slam-Sieger Stan Wawrinka (SUI). Der Eidgenosse hatte in der am Vortag wegen Dunkelheit abgebrochenen Partie gegen den Bulgaren Grigor Dimitrow mit einer 2:0-Satzführung übernachtet. "Stan the man" siegte letztlich mit dreimal 7:6, im dritten Durchgang musste Wawrinka nicht weniger als fünf Satzbälle (2:6-Rückstand im Tiebreak) abwehren.

Bei den Damen spazierte Titelverteidigerin Simona Halep im Westen der Seine-Stadt ins Achtelfinale. Die Ukrainerin Lesia Zurenko war in nur 55 Minuten auf verlorenem Posten, Halep war beim 6:2,6:1 souverän. Sie trifft nun entweder auf Olympiasiegerin Monica Puig (PUR) oder Iga Swiatek aus Polen.