Inflation stieg im Oktober auf 1,3 Prozent. Die Inflation legte im Oktober um 1,3 Prozent zu und erreichte damit den höchsten Wert seit November 2014 (plus 1,7 Prozent). Dies ist insbesondere auf die steigenden Treibstoffpreise zurück zu führen, die bisher Preisdämpfer waren.

Erstellt am 17. November 2016 (10:49)
APA (dpa)
Inflation mit höchstem Wert seit zwei Jahren

Der größte Preistreiber ist aber weiterhin die Gastronomie. Ohne teurere Wirte hätte die Inflation 1 Prozent betragen, teilte die Statistik Austria mit.

Restaurants und Hotels wurden um 3,2 Prozent teurer. Bei der Ausgabengruppe "Wohnung, Wasser, Energie" gab es ein Plus von 1,3 Prozent, hier waren höhere Wohnungsmieten mit einem Zuwachs von 3,7 Prozent ausschlaggebend.

Auch der tägliche Einkauf ist im Jahresvergleich deutlich teurer geworden. Der Mikrowarenkorb, der vor allem Nahrungsmittel enthält und den regelmäßigen Einkauf widerspiegelt, verteuerte sich im Oktober um 1,9 Prozent. Das Preisniveau des Miniwarenkorbes, der den wöchentlichen Einkauf abbildet und neben Nahrungsmitteln und Dienstleistungen auch Treibstoffe enthält, veränderte sich um plus 1,3 Prozent.

Besonderer Ausreißer waren Ski und Bindungen mit einem Preisanstieg von 15,2 Prozent - sowie Geschirrspülmittel, die sich um 11,9 Prozent vergünstigten. Verlässlicher Preissenker war einmal mehr die Nachrichtenübermittlung mit einem Minus von einem Prozent.

Die Teuerung hat in den letzten Monaten an Dynamik gewonnen. Lag die Inflation im August noch bei 0,6 Prozent gab es im September schon einen Preisanstieg von 0,9 Prozent auf nunmehr 1,3 Prozent im Oktober.

Damit lag die Teuerungsrate im Vormonat auf dem Niveau des Kollektivvertragsabschlusses der rund 500.000 Handelsangestellten. Sie bekommen 2017 um 1,33 Prozent mehr Gehalt. Die 180.000 Beschäftigten der Metallindustrie haben die Herbstlohnrunde mit einem Plus von 1,68 Prozent abgeschlossen. Der jüngste KV-Abschluss - jener der 5.000 Beschäftigten der Alternativen Telekombetreiber liegt bei plus 1,55 Prozent.