Zwei Tote in Niederlanden durch Feuerwerk. Wohl durch Silvesterböller sind in den Niederlanden zwei Menschen ums Leben gekommen. In Enschede im Osten des Landes starb ein Mann bei einer Explosion, die vermutlich durch Feuerwerk ausgelöst wurde, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. In Friesland nahe des Wattenmeers kam am Silvesterabend ein Mann ums Leben, die Polizei geht auch in diesem Fall von Feuerwerk als Ursache aus.

Von APA Red. Erstellt am 01. Januar 2019 (13:33)
APA (AFP)
Tote und Verletzte in den Niederlanden

Im Nordseebad Scheveningen bei Den Haag entstanden durch Feuer am Strand mehrere Brände an Häusern und in den Dünen. Durch starken Westwind entstand ein gefährlicher Funkenregen. Die Feuerwehr musste mit mehreren Wagen ausrücken. Die Brände waren erst am Neujahrsmorgen gelöscht. Traditionell wird an der Küste im Westen des Landes der Jahreswechsel mit großen Freudenfeuern am Strand begrüßt. Der Brandstapel in Scheveningen war in diesem Jahr 48 Meter hoch.

In Italien sind trotz massiver Kampagnen gegen Silvesterböller zu Neujahr mehrere Personen verletzt worden. 37 Verletzte, darunter zahlreiche Minderjährige, wurden allein im Raum von Neapel gemeldet - nur einer weniger als im vergangenen Jahr. Fünf Personen befanden sich im hier wegen Böllerverletzungen im Krankenhaus, berichteten italienische Medien.

Ein Jugendlicher wurde in Cesate bei Mailand wegen der Explosion eines Böllers an der Hand so schwer verletzt, dass sie ihm amputiert werden musste. Ebenso erlitt er schwere Kopfverletzungen. Im kritischen Zustand wurde eine 36-jährige Frau in der süditalienischen Provinz Benevento ins Spital eingeliefert. Sie wurde von einem Knallkörper getroffen und lebensgefährlich verletzt.

Kurz vor Jahreswechsel floriert in Italien und insbesondere im Raum von Neapel traditionell der Schwarzmarkt mit illegalen Knallern, die oftmals entgegen der Vorschriften große Mengen Pulver enthalten. In verschiedenen Regionen wurden illegale Böller beschlagnahmt, in mehreren Städten Knallkörper zu Silvester grundsätzlich verboten. Zwischen Weihnachten und Neujahr waren große Mengen pyrotechnischer Gegenstände und Explosivstoff beschlagnahmt worden. Mehrere Unternehmen im Raum von Neapel, in denen Knallkörper hergestellt werden, wurden kontrolliert. Wegen Vorfällen mit Knallkörpern rückte die italienische Feuerwehr Hunderte Male aus.