Jeder Dritte konnte im Urlaub nicht abschalten. Jeder dritte Arbeitnehmer konnte im Urlaub nicht richtig abschalten. Das geht aus einer Umfrage hervor, die das Portal "karriere.at" unter 522 Usern auf Arbeitnehmerseite durchgeführt hat. Dabei kristallisierte sich heraus, dass unter Führungskräften deutlich weniger im Urlaub noch zu sehr bei der Arbeit sind.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 19. September 2017 (11:51)
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Für viele trügt die Urlaubsidylle nach wie vor
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48 Prozent der User gaben an, im Urlaub nicht an die Arbeit zu denken. Weitere 20 Prozent schaffen dies immerhin "meistens" und haben ihr Diensthandy nur für Notfälle eingeschaltet. Insgesamt rund ein Drittel kann oder will sich diesen Luxus nicht gönnen: 20 Prozent der Befragten sagten, dass ihnen das Abschalten schwer fällt. Sie versuchen aber, keine Mails zu checken. Dazu kamen zwölf Prozent, für die völlige Job-Abstinenz gar nicht infrage kommt.

Auf Arbeitgeberseite gaben 64 Prozent der 142 befragten Führungskräfte an, im Urlaub völlig von der Arbeit abschalten zu können. Sieben Prozent reagieren auf Nachrichten oder Anrufe nur in Notfällen.

Knapp jeder fünfte Unternehmensvertreter (19 Prozent) hat Probleme mit dem völligen Ausklinken und muss sich selbst disziplinieren. Nur zehn Prozent der Befragten sagen: "Abschalten ist bei meinem Job nicht drin."

Laut "karriere.at" dürfte es bei Führungskräften klare Vertretungsregelungen geben. "Und oft auch einen konkreten Plan, was während der Abwesenheit von wem entschieden wird. Bei deren Mitarbeitern ist dies oft nicht der Fall, das Tagesgeschäft wirft aber häufig Probleme auf, die nur einzelne Mitarbeiter lösen können", interpretierte Jürgen Smid, geschäftsführender Gesellschafter von "karriere.at", das Ergebnis.

Da Arbeitnehmer jedoch dasselbe Recht auf ungestörten Urlaub haben wie die Führungsebene, sollten die Übergaben zwischen einzelnen Kollegen ernst genommen werden, betonte Smid: "Im Idealfall wird bereits die Urlaubsplanung von Kollegen gemeinsam erledigt und laufende Projekte, aber auch die benötigen Personalressourcen im Voraus mitgedacht."