Trump empfing Macron mit militärischen Ehren. Zum ersten Staatsbesuch seiner Amtszeit hat US-Präsident Donald Trump seinen französischem Amtskollegen Emmanuel Macron mit militärischen Ehren vor dem Weißen Haus begrüßt. Unter grauem Himmel ließ Trump am Dienstag für Macron eine farbenprächtige Zeremonie ausrichten.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 24. April 2018 (15:45)
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Trump ließ auch die Militärmusik auflaufen

Anschließend standen politische Gespräche auf dem Programm. Sie sollen sich um Themen wie den Konflikt in Syrien, den Atomdeal mit dem Iran und um Handelsfragen drehen. Im Rosengarten war danach eine gemeinsame Pressekonferenz der beiden Präsidenten vorgesehen.

Macron war am Montag in den USA eingetroffen. Am Abend hatte das Ehepaar Trump ein privates Abendessen für das Ehepaar Macron gegeben. Der französische Präsident hält am Mittwoch eine Rede vor dem US-Kongress. Am Mittwochabend (Ortszeit) kehrt er nach Paris zurück.

Zu den Gesprächsthemen gehören unter anderem die Lage in Syrien, die Zukunft des Atomabkommens mit dem Iran und die Auseinandersetzungen um die Bedingungen für den weltweiten Handel. 

Macron wird am Mittwoch eine Rede im Kapitol halten

Macron wird am Mittwoch eine Rede vor den Mitgliedern von Senat und Abgeordnetenhaus im Kapitol halten. Eine ähnliche Ehre war im Jahr 1960 dem damaligen französischen Präsidenten Charles de Gaulle zuteilgeworden. An den politischen Gesprächen sollen auch Trumps neuer nationaler Sicherheitsberater John Bolton sowie mehrere Minister teilnehmen. 

Nach zahlreichen Arbeitsvisiten ausländischer Staats- und Regierungschefs bei Trump wurde für Macron nun erstmals ein offizieller Staatsbesuch organisiert. Teil des Programmes war am Montagabend ein Dinner im Anwesen des ersten US-Präsidenten, George Washington. Das Areal vor den Toren der US-Hauptstadt wird derzeit als Museum genutzt. Trump und Macron ließen sich wie ihre Frauen mit Golfkarren übers Gelände chauffieren.  

Zuvor hatten die beiden Politiker im Garten des Weißen Hauses einen Eichenbaum gepflanzt. Die Steineiche stammt aus einem Wald im französischen Aisne, wo zum Ende des Ersten Weltkriegs Tausende US-Soldaten ihr Leben gelassen hatten. Bei der Zeremonie zugegen waren auch Brigitte Macron und Trumps Frau Melania.

Den beiden Präsidenten wird ungeachtet teils sehr unterschiedlicher Auffassungen zu Politik und Politikstil ein gutes persönliches Verhältnis nachgesagt. Macron hatte den US-Präsidenten und die First Lady im Sommer 2017 zu den Festivitäten des französischen Nationalfeiertags eingeladen. Trump soll sich am Bastille-Tag die Anregung für eine eigene Militärparade geholt haben, die er in Washington abhalten will.