Auto mit vierköpfiger Familie überschlug sich. Ein Autolenker ist Donnerstagfrüh nach einem Verkehrsunfall mit vier Verletzten auf der Nordrand Schnellstraße (S2) in Wien-Donaustadt von den Unfallgegnern verprügelt und ebenfalls verletzt worden. Zuvor war das Fahrzeug einer vierköpfigen Familie mit dem Pkw des 40-Jährigen kollidiert und hatte sich überschlagen, berichtete die Polizei. Die Insassen erlitten überwiegend leichte Verletzungen.

Von Redaktion, APA. Update am 18. Oktober 2018 (12:47)
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Unfall in Wien

Der Unfall passierte um 5.20 Uhr vor der Abfahrt zur Hermann-Gebauer-Straße in Fahrtrichtung Wien. Der 40-Jährige war mit seinem Auto zunächst auf der linken Spur unterwegs, ergaben erste Erhebungen der Polizei und Zeugenaussagen. Dicht hinter ihm fuhr ein 36-Jähriger mit seiner 35-jährigen Frau und seinen beiden Söhnen im Alter von 15 und 16 Jahren im Auto.

Der nachfolgende Lenker betätigte mehrmals die Lichthupe und fuhr dem anderen Wagen immer wieder dicht auf. Plötzlich bremste der 40-Jährige stark und der hinterherfahrende Familienvater verriss sein Fahrzeug nach links in die Betonleitplanke. Von dort schleuderte das Auto nach rechts, während der andere Fahrer ebenfalls nach rechts lenkte. Es kam zu einem Zusammenstoß und das mit der vierköpfigen Familie besetzte Auto überschlug sich.

Die beiden erwachsenen Insassen und der 15-Jährige erlitten bei dem Überschlag Prellungen, der 16-Jährige vermutlich einen Schlüsselbeinbruch, berichtete Andreas Huber, Sprecher der Wiener Berufsrettung. Der 36-Jährige und seine 35-jährige Frau stiegen laut Polizei aus, liefen zu dem Lenker des anderen Autos und versetzten ihm Faustschläge und Ohrfeigen. Der 40-Jährige gab an, durch den Unfall nicht verletzt worden zu sein. Er hatte durch die Attacken aber Prellungen an Hinterkopf und Oberkörper erlitten.

Die Verletzten wurden von der Berufsrettung Wien, dem Roten Kreuz und den Johannitern versorgt und in zwei unterschiedliche Krankenhäuser gebracht. "Insgesamt waren sechs Rettungsteams im Einsatz, davon eines aus Niederösterreich", erläuterte Huber. Auch die Feuerwehr war ausgerückt, um die Fahrbahn wieder freizumachen. Es kam zu einem längeren Stau.