Fake-Inkassos sind im Umlauf. Der Inkassoverband Österreich (IVÖ), Wien, warnt aktuell vor neuen Fällen sogenannten Fake-Inkassos.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 06. März 2018 (13:47)
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Symbolbild

In den letzten Tagen haben zahlreiche Konsumenten in ganz Österreich Zahlungsaufforderungen erhalten. Das Problem: Die dahinter stehenden Forderungen waren frei erfunden. Und auch die angeblichen Inkassounternehmen gibt es in Wirklichkeit gar nicht. Walter Koch, Präsident des IVÖ: „Sehr häufig benutzen Betrüger Logos bestehender Unternehmen oder fälschen sogar deren E-Mail-Adressen und Telefonnummern, um ihren falschen Forderungen Nachdruck zu verleihen. Uns sind Fälle bekannt, bei denen aus dem Ausland Tausende Briefe an arglose Konsumenten in Österreich geschickt wurden. Wie viele der Empfänger gezahlt haben, ist zwar nicht bekannt. Wir vermuten, dass zig-tausende Euros auf die Konten der Betrüger geflossen sind.“

Grundsätzlich rät Koch, bei Erhalt von Inkasso-Mahnungen diese auf Plausibilität zu prüfen. „Die Standes- und Ausübungsregeln für Inkassoinstitute verpflichten Inkassoinstitute bereits im ersten Mahnschreiben genaue Angaben zur Forderung zu machen. Zum Beispiel muss der Name oder die Firma des Auftraggebers sowie der Grund für die Forderung genannt werden. Auch hat dieses Schreiben den Hinweis zu enthalten,  wo Informationen über die Gewerbeberechtigung des Inkassoinstitutes erhältlich sind.“ erklärt  IVÖ-Präsident Koch.