Nach Schneefällen Lawinenwarnstufe 4. Nach den Schneefällen herrschte am Sonntag in den Bergen Westkärntens durchwegs Lawinenwarnstufe 4.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 03. Februar 2019 (12:39)
In weiten Teilen Westkärntens herrscht Warnstufe 4
APA

 Durch den Wind gibt es zahlreiche Triebschneeablagerungen, von Skitouren wurde durch den Lawinenwarndienst abgeraten. Durch starke Niederschläge in einigen Teilen des Bundeslandes gab es Überflutungen, Glatteis und Verkehrsbehinderungen.

Der Triebschnee hatte eine noch schlechte Bindung zur Altschneedecke haben. In tieferen Lagen war der Schnee von den Regenfällen durchfeuchtet, dadurch bestand die Gefahr von Gleitschneelawinen. In den östlichen Teilen der Gailtaler Alpen gab es Warnstufe Drei, ebenso in den Nockbergen und im gesamten Verlauf der Karawanken. Als mäßig eingestuft wurde die Lawinengefahr auf der Saualm, der Koralm, der Pack und den Gurktaler Alpen.

Starken Niederschläge haben überdies zu Überflutungen, Glatteis und zahlreichen Verkehrsbehinderungen geführt. Die Feuerwehren waren im Dauereinsatz, die Alarmzentrale registrierte in der Nacht auf Sonntag an die 90 Einsätze. Zu Mittag waren wegen gekappter Stromleitungen rund 1.000 Haushalte ohne Strom. Die Kettenpflicht konnte für die meisten Bergstraßen aufgehoben werden.

Laut dem Katastrophenschutzbeauftragten des Landes, Markus Hudobnik waren die Haupteinsatzgebiete die Bezirke St. Veit, Feldkirchen, Klagenfurt-Land und Völkermarkt. Die Stromausfälle betrafen in erster Linie Ober- und Mittelkärnten, der Landesenergieversorger Kelag war mit allen verfügbaren Monteuren dabei, die Leitungen zu flicken.

Das Lesachtal war am Samstagabend mehrere Stunden lang abgeschnitten, inzwischen wurden die meisten Straßensperren aufgehoben. Weiterhin gesperrt war der Plöckenpass, auch die Innerkremser Straße zwischen Innerkrems und Schönfeld war nicht befahrbar. Am Plöckenpass hatte ein italienischer Autolenker die Sperre missachtet, er blieb prompt stecken, die Polizei musste ausrücken. Größere Überflutungen wurden aus Spittal, vom Faaker See und aus Friesach gemeldet, das Ausmaß der Schäden war vorerst nicht bekannt.

Bis Mittag hatten die Schneefälle im ganzen Land aufgehört, die Prognose für die kommenden Tage verspricht sonniges und eher kaltes Winterwetter. Weitere Niederschläge sind vorerst nicht in Sicht.