Maskengegner Strache an Vlies-Firma beteiligt. Heinz Christian Strache, Ex-FPÖ-Chef und Kritiker einer Maskenpflicht in Coronazeiten, ist in Serbien an einer Firma beteiligt, die Vliesstoffe für genau solche Masken herstellt.

Von APA / BVZ.at. Erstellt am 23. Februar 2021 (13:54)
Strache will sich keine Maskenproduktion unterstellen lassen
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Nachdem die "Kronen Zeitung" in ihrer Dienstag-Ausgabe darüber berichtet hatte, bestätigte er via Social Media (http://go.apa.at/KYtAnZLJ) zwar die Beteiligung, bestritt aber, dass das Unternehmen selbst Masken herstelle.

Angesichts des "Krone"-Artikels, in dem von einem Mitmischen Straches im "Masken-Business" die Rede war, sprach er von gezielt verbreiteten Unwahrheiten. "Es wird in Serbien in der Firma Aurum-Tex, wo ich als Gesellschafter beteiligt bin, ein hochwertiges Melt-Blown (Filter-Vlies) für die Industrie entwickelt und es werden dort keine Masken produziert", betonte er.

Dieses Produkt werde für verschiedene industrielle Zweige benötigt, so Strache, und es sei gut, wenn es in Europa eine hochwertige Qualitäts-Produktion gebe, damit Europa nicht vom Import aus China abhängig sei. Ein Blick auf die Firmenwebsite (http://go.apa.at/AmfmIaRo) zeigt allerdings: Aurum-Tex selbst wirbt explizit für die Verwendung seiner Produkte für Mund-Nasen-Schutz- und KN95-Masken (äquivalent zu FP2).

Schützenhilfe erhielt Strache von seinem Partei-Generalsekretär Christian Höbart. "Wenn man nun meint, sogar schon privatwirtschaftliche Engagements mit der Lupe betrachten und mit Unwahrheiten operieren zu müssen...dann in aller Klarheit: 'Haut's Eich über die Heisa'! Punkt. Ende. Gelände.", postete er unter Straches Beitrag.