Michaelerplatz weiter von Extinction Rebellion besetzt. Klimaaktivisten der Extinction Rebellion (XR) haben am Montag den zweiten Tag in Folge den Michaelerplatz in der Wiener Innenstadt besetzt gehalten.

Von APA / BVZ.at. Update am 28. September 2020 (15:33)
Die Aktivisten wollen eine Woche auf dem Michaelerplatz bleiben
APA (EXTINCTION REBELLION WIEN)

Die rund 80 Personen stellten Zelte auf der Fahrbahn auf und behinderten den Kfz-Verkehr, erläuterte Polizeisprecher Markus Dittrich auf Nachfrage. Einsatzfahrzeuge und Fahrräder wurden durchgelassen. Die Polizei prüfe derzeit die rechtliche Situation und das weitere Vorgehen rund um die nicht angemeldete Versammlung.

Seit Sonntag um 14.00 Uhr waren Beamte an Ort und Stelle, um den Protest zu beobachten. Eine Durchfahrt von der Schauflergasse über den Michaelerplatz in die Herrengasse war weiterhin möglich. Die Exekutive leitete den übrigen Verkehr um und löste die Versammlung vorerst nicht auf. Die Aktivisten verhielten sich laut Dittrich ruhig und gaben demnach an, eine Woche bleiben zu wollen.

Die XR-Bewegung hatte bereits in der Vergangenheit in Wien und anderen Metropolen immer wieder spontane Verkehrsblockaden organisiert, um auf den Klimawandel aufmerksam zu machen. Die Aktivisten fordern einen Bürgerrat für Klimaschutz. Den Michaelerplatz erklärten sie am Sonntag in einer Stellungnahme zur Klimaschutzzone. Die Aktion "Zirkus" sei nicht nur Ausdruck der Rebellion, man setze vor allem auch auf Information und Beteiligung in Form eines Rahmenprogramms mit Musik- und Redebeiträgen sowie einer offenen Bühne für Künstler und Tanzperformances.

"Es steht nicht nur das Rahmenprogramm für eine ganze Woche, auch die erforderliche Infrastruktur wurde aufgebaut und steht bereit", hieß es am Montag in einer Aussendung der Organisation, die 20 Zelte auf dem Platz aufgeschlagen hat. Man will die Nachtruhe einhalten und habe auch ein Schutzkonzept in Sachen Coronavirus erarbeitet. "Gut vorbereitet" sei man auch für weitere Aktionen in Wien.