Nach Eisenstangen-Angriff: Mögliche Serientäterschaft. Eine DNA-Überprüfung soll jetzt klären, ob es sich bei dem 41-jährigen Mann, der am 30. Dezember in Wien-Margareten eine Frau mit einer Eisenstange lebensgefährlich verletzt und in der folgenden Nacht ein weiteres weibliches Opfer am Karlsplatz mit einem Maurerhammer attackiert hat, um einen Serien-Täter handelt. Der Verdacht eines dritten, gegen eine Putzfrau gerichteten Überfalls steht im Raum.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 23. Januar 2019 (14:21)
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Der Ort des Verbrachens in Wien

Während der in U-Haft befindliche Verdächtige zu den Angriffen kurz vor dem Jahreswechsel geständig ist, leugnet er die Gewalttat gegen die Raumpflegerin, die ebenfalls nachts von einem ihr Unbekannten geschlagen wurde. "Damit hat er nichts zu tun", meinte Verteidigerin Astrid Wagner am Mittwoch im Gespräch mit der APA.

Im Zuge der staatsanwaltschaftlichen Erhebungen werden nun die genetischen Merkmale des Verdächtigen mit Spurenmaterial zu bisher nicht geklärten Gewalttaten gegen Frauen abgeglichen. Der 41-Jährige war am 9. Mai 2018 aus dem Gefängnis entlassen worden, wo er eine vierjährige Freiheitsstrafe wegen schweren Einbruchsdiebstahls verbüßt hatte. Insgesamt weist der Mann vier Vorstrafen auf, allesamt wegen Vermögensdelikten. Als Gewalttäter weist ihn sein Strafregister bisher nicht aus. Nach seiner Entlassung hatte er in einer betreuten Wohngemeinschaft für ehemalige Häftlinge gelebt.

Unterdessen gibt der Zustand der 25-Jährigen, die von der Eisenstangen-Attacke schwere Kopfverletzungen davon getragen hat, Anlass zur Sorge. Die junge Frau befindet sich Informationen der APA zufolge nach wie vor im künstlichen Tiefschlaf. Sie soll neben Frakturen im Kopf- und Gesichtsbereich auch ein schweres Schädel-Hirn-Trauma erlitten haben.