Polizisten bei Rave-Party attackiert. Eine Rave-Party der Anarcho-Szene in einem leer stehenden Gebäude ist in der Silvesternacht in Wien-Mariahilf beim Einschreiten der Polizei eskaliert:

Von Redaktion, APA. Erstellt am 01. Januar 2019 (14:55)
APA (POLIZEI)
Von drei Polizeiautos wurden die Scheiben eingeschlagen

Einige der anwesenden 30 bis 40 Personen attackierten die Beamten, ein Uniformierter wurde laut Exekutive am Kopf verletzt. Einem Polizisten wollte eine Frau die Dienstwaffe entreißen. Offenbar geflüchtete Personen beschädigten drei Funkwagen.

Beim Eintreffen der wegen Lärmbelästigung verständigten Beamten gegen 3.30 Uhr in dem "Wifi-Gebäude" in der Stumpergasse verhielten sich einige Personen unkooperativ und aggressiv. Sie verweigerten nicht nur die Ausweiskontrolle, sondern bespuckten in der Folge die Ordnungshüter und warfen volle Bierdosen auf sie, berichtete Polizeisprecher Paul Eidenberger. Es kam zu Beschimpfungen wie "Scheiß Polizisten" und "ACAB" (steht für "all cops are bastards") sowie "Widerstand"-Rufen.

Der Versuch, den Zugang zum Gebäude, zu dem sich die Gruppe über eine aufgebrochene Stahlkette Zutritt verschafft hatte, zu verbarrikadieren, war zuvor gescheitert. Einige der "hochrenitenten" (Eidenberger) Personen liefen davon. Zwei Polizisten wollten in der Fügergasse einige Flüchtende anhalten - und wurden dabei angegriffen. Eine Frau scheiterte dabei, einem Polizisten die Pistole aus dem Holster zu reißen, als dieser einen Widersacher am Boden fixierte.

Es erfolgten mehrere Festnahmen. Sieben Frauen und Männer im Alter von 21 bis 32 Jahren, alle Österreicher, wurden wegen diverser strafrechtlicher Delikte wie schwerer Körperverletzung, Sachbeschädigung, Freiheitsentziehung und schwere gemeinschaftlicher Gewalt auf freiem Fuße angezeigt. Auch das Sonderkommando WEGA war zum Tatort gerufen worden.

Einige vom illegalen Rave geflüchtete Partygäste dürften die Scheiben von drei bei einer Polizeiinspektion im Bezirk Fünfhaus geparkten Streifenwagen eingeschlagen haben. Die Fahrzeuge "können bis auf weiteres nicht für notwendige Polizeieinsätze verwendet werden", berichtete Eidenberger. Der verletzte Polizist erlitt Prellungen.