ÖFB-U21 hat EM-Gruppensieg im Visier. Österreichs U21-Fußball-Nationalteam strotzt nach dem EM-Traumauftakt gegen Serbien vor Selbstvertrauen.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 19. Juni 2019 (15:39)
Vorbereitung auf das Match gegen Dänemark
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Das Halbfinale soll mit dem Gruppensieg aus eigener Kraft fixiert werden. "Ich schaue persönlich nicht so auf die anderen Gruppen. Wir wollen neun Punkte, darauf arbeiten wir hin", sagte Abwehrspieler Kevin Danso einen Tag vor dem Duell mit Dänemark am Trainingsplatz in Corno di Rosazzo.

Offensivspieler Mathias Honsak sah das genauso. "In erster Linie zählt die eigene Gruppe, wenn man da den ersten Platz holt, muss man sich keine Gedanken über andere Gruppen machen", verlautete der 22-Jährige. Neben den drei Gruppensiegern kommt auch der beste Zweite weiter. Aktuell liegen die Österreicher mit drei Zählern in Pool B punktgleich hinter Titelverteidiger Deutschland.

Nach dem 2:0 gegen Serbien soll die Ausgangslage am Donnerstag (18.30 Uhr) im Stadio Friuli weiter verbessert werden. Als Außenseiter kann sich die ÖFB-Truppe zwar selbst weiter bezeichnen, wirklich zutreffend dürfte das aber nicht mehr sein. "Mit den Siegen gegen Frankreich (Test-3:1) und Serbien haben wir gezeigt, was wir draufhaben", meinte Defensivspieler Ivan Ljubic.

Gewonnen ist aber noch lange nichts. "Wir dürfen jetzt nicht überheblich sein oder nachlassen. Wir müssen weiter Gas geben", war sich der Sturm-Kicker bewusst. Gegen die Dänen auf ein Unentschieden zu spielen, ist aufgrund des Modus kein Thema. "Wir denken nicht drüber nach, was die Dänen machen, wir wollen unsere Leistung unbedingt auf den Platz bringen und gewinnen", sagte Danso.

Seit dem Serbien-Spiel steht Regeneration im Vordergrund. Am Dienstag hatten die Spieler auch die Möglichkeit, an einem freien Nachmittag ohne Teamkleidung nach Udine zu fahren. Mehr als die Hälfte des Kaders nahm das Angebot an. "Manchen tut es gut, jeder weiß, was für sich selbst am besten ist", sagte Danso, der wie u.a. auch Ljubic lieber im Hotel blieb. Am Mittwoch stand neben dem Abschlusstraining auch noch Videostudium der Dänen, die Deutschland 1:3 unterlagen, auf dem Programm.

In der ÖFB-Aufstellung werden Änderungen nicht zwingend erwartet, mit der Ausnahme, dass der verletzte Hannes Wolf ersetzt werden muss. Sehr wahrscheinlich ist, dass Teamchef Werner Gregoritsch einen echten Stürmer bringt, auch da das Experiment mit Honsak ganz vorne gegen Serbien nicht aufging. Das wäre Honsak nicht unrecht. "Ich habe bei Kiel auch schon öfter Stürmer gespielt, fühle mich aber links außen wohler", so der Offensivspieler.

Den größeren Druck haben die Dänen. "Für sie geht es schon um alles. Wir müssen wie gegen Serbien weitermachen und konsequenter vor dem Tor sein", gab Ljubic die Marschroute vor. Er rechnete mit einer "sehr engen" Partie.

Die ÖFB-Auswahl ist bisher als einziges Team noch ohne Gegentreffer. "Wenn mir morgen auch die Null halten, dann ist das schon was Besonderes, bis jetzt ist es noch nicht wirklich aussagekräftig", sagte Danso.