Milder Dezember mit regional sehr viel Niederschlag. Der Dezember liegt zwei Grad über dem vieljährigen Mittel und ist einer der 25 wärmsten Dezember der Messgeschichte. Das geht aus der vorläufigen Monatsbilanz der ZAMG vom Freitag hervor. Im Süden war es relativ trocken, überall sonst gab es zwischen 50 und 220 Prozent mehr Niederschlag als in einem durchschnittlichen Dezember.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 28. Dezember 2018 (15:08)
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Sonnenstrahlen ließen sich des öfteren blicken

Im Großteil des Landes brachte der Dezember erstmals seit zehn trockenen Monaten überdurchschnittlich viel Niederschlag. "Im Westen, Norden und Osten Österreichs war es einer der niederschlagsreichsten Dezember der letzten 35 Jahre", sagte Alexander Orlik von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). "Im Flächenmittel von Vorarlberg und Nordtirol gab es 100 Prozent mehr Niederschlag als in einem durchschnittlichen Dezember. Ähnlich feucht war es hier zuletzt im Dezember der Jahre 2011, 1991 und 1988."

Im Gebiet vom Flachgau über Oberösterreich, Niederösterreich und Wien bis zum Nordburgenland brachte dieser Dezember im Mittel um rund 80 Prozent mehr Niederschlag als im Durchschnitt. "Hier war es zuletzt im Dezember der Jahre 1991 und 1988 ähnlich niederschlagsreich", berichtete der Meteorologe. Ganz anders im Süden: Kärnten war im Dezember mit 70 bis 90 Prozent weniger Niederschlag als im Mittel das trockenste Bundesland.

Berücksichtigt man die Prognosen für die letzten Tage des Jahres, liegt der Dezember 2018 im Tiefland um zwei Grad über dem vieljährigen Mittel. "2018 brachte somit zehn überdurchschnittlich warme und mit Februar und März nur zwei relativ kühle Monate", sagte Orlik. "Für den Dezember zeichnet sich ein Platz unter den 25 wärmsten Dezember seit 1767 ab. Damit ist es auch so gut wie fix, dass 2018 in Österreich das wärmste Jahr der Messgeschichte wird."

Die vorläufige Klimabilanz zum Monatsende basiert auf der ersten Auswertung der rund 270 Wetterstationen der ZAMG sowie auf der räumlichen Klimaanalyse an 84.000 Datenpunkten in Österreich. Die Daten reichen zum Teil bis ins 18. Jahrhundert zurück.