Richtiges Verhalten nach Wildunfall. Achtung bei Dämmerung und in der Nacht - Nach einem Wildunfall muss unter anderem die Exekutive verständigt werden.

Erstellt am 01. April 2021 (12:38)
Foto: Shutterstock.com/Petair
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Wer wurde nicht schon einmal von einem Reh überrascht, das plötzlich aus dem Wald über die Straße wechselte. Bis zu 100.000 Österreicher sind pro Jahr in Wildunfälle verwickelt und kollidieren zum Beispiel mit einem Reh, Hirsch oder Wildschwein.

Wie soll man sich verhalten?

Zuerst gilt es wie bei jedem Unfall die Gefahrenstelle abzusichern und eventuell verletzte Personen zu versorgen. Danach ist der Schaden und die beteiligte Wildart unbedingt zu melden. Das kann bei der Polizei oder dem örtlichen Aufsichtsjäger geschehen. Eine Nichtmeldung ist hingegen strafbar. Was viele auch nicht wissen: Ein verunfalltes Wildtier darf nicht mitgenommen werden. Weder zum Tierarzt, noch zur Polizei oder zum Jäger. Der Grund dafür liegt zum einen darin, dass das Tier beim Transport mehr leiden würde als in der gewohnten Umgebung. Zum anderen wird die Mitnahme eines Wildtieres behördlich als Wilderei gewertet. In der Regel wird von der Polizei nach Meldung eines Verkehrsunfalls mit einem Wildtier sofort der zuständige Jagdaufseher hinzugezogen.

Die fachgerechte Bergung oder eine eventuell durchzuführende Nachsuche eines angefahrenen Wildes wird vom Jäger veranlasst. Wildbrett von unverfallten Tieren darf nicht verwertet werden und wird entsprechend fachgerecht entsorgt.