Ein Jagdhund kommt ins Haus. Bei der Anschaffung eines Hundes gibt es viele Dinge zu beachten. Die Corona-Zeit hat auch für die vierbeinigen Jagdgehilfen einiges verändert.

Erstellt am 02. April 2021 (09:24)
Shutterstock.com/Matthias Friel

Bevor man sich dazu entscheidet, einen (Jagd)hund ins Haus zu holen, gibt es einige Dinge, die man beachten muss. Wohnen Kinder mit im Haus, wie läuft die Erziehung ab und vieles mehr. Man muss auf jeden Fall bedenken, dass nur ein gut erzogener Hund mit seiner Familie, mit anderen Hunden und Mitmenschen verträglich ist.

„Um den Hund gut und richtig zu erziehen, muss der Jäger über die Eigenschaften, die der Hund vererbt bekommt, Bescheid wissen. Fehler, die in den ersten Lebensabschnitten des Hundes gemacht werden, führen nicht selten zu Verhaltensstörungen“, weiß Landesjägermeister-Stellvertreterin Charlotte Klement.

Ein Welpe kommt in der sogenannten „Sozialisierungsphase“ (achte bis zwölfte Lebenswoche) zu seiner neuen Familie. In dieser Phase sollte man bereits festlegen, was dem erwachsenen Hund in Zukunft erlaubt sein wird.

Die 13. bis 16. Lebenswoche wird Rangordnungsphase genannt. In dieser Zeit muss der Hund auf seinen Rang innerhalb der Familie verwiesen werden. Eine große Hilfe stellen Kurse für Welpen dar, in denen die Hunde lernen, ihren Rudelführer anzuerkennen und sich Artgenossen gegenüber normal zu verhalten.

Richtige Ernährung eines Hundes

Für ein langes und gesundes Hundeleben ist eine optimale Ernährung erforderlich.

„Hunde sind zwar Fleischfresser, was aber nicht bedeutet, dass man ihnen nur Fleisch anbieten soll. Wichtig ist, dass der Hund ein Futter mit ausgewogenem Verhältnis der Grundnährstoffe wie Eiweiß, Kohlenhydrate und Fett erhält mit einem genügenden Anteil von Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen“, so Klement. Der tägliche Wasserbedarf hängt von der Größe des Hundes, der Art der Fütterung (Trocken- oder Nassfutter), von der Umgebungstemperatur und vom Arbeitseinsatz des Hundes ab.

Covid 19 und der Jagdhund

Auch für Hunde gelten seit dem Beginn der Corona-Pandemie Ausnahmeregelungen. „Homeoffice, Home Schooling und Kurzarbeit haben auch die vierbeinigen Jagdhelfer betroffen, da der Rudelführer und auch die übrigen Familienmitglieder oft nicht wie gewohnt morgens das Haus verlassen“, berichtet Klement.

In Zeiten von Ausnahmeregelungen ist der Hund natürlich öfter Spielkamerad als sonst. Dabei gilt zu beachten, dass Kinder für den Hund etwas anderes bedeuten als Erwachsene. Sie bewegen sich schneller, sind laut und oft unberechenbar. Daher ist es besonders wichtig, dem Hund einen Ort zum Rückzug bereitzustellen.

Landesjägermeister-Stellvertreterin Charlotte Klement
zVg

„In Zeiten von Ausnahmeregelungen kommt es in vielen Fällen auch öfter als sonst zu Revierausgängen. Auf dem Weg zum Hochstand gilt die Aufmerksamkeit, aber eher dem Wild als dem Hund. Jetzt, bei ausgedehnten Spaziergängen durch das Revier, steht der Hund im Fokus: Wie steht es mit der Leinenführigkeit? Kann ich mit meinem Hund auch ohne Leine gehen? Wie sieht es mit den Kommandos aus? Für Jäger und Jagdhund wäre es daher (falls notwendig) von Vorteil, bereits Erlerntes in einem Ausbildungskurs wieder aufzufrischen“, so Klement.

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