Wild grillen: Wildschwein, Reh & Co.. Wer von gegrilltem Fleisch nicht genug bekommen kann, sollte unbedingt Wild auf den Rost werfen.

Erstellt am 01. April 2021 (12:38)
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Wild grillen hat auch viele Vorteile — so ist das Fleisch nicht nur intensiver im Geschmack, sondern auch fettärmer als Tiere aus der Zucht. Denn Wild kann frei im Wald herumstreifen und hat dadurch viel mehr Bewegung. Durch diese Beanspruchung der Muskeln wird das Fleisch dunkler. Zudem lagert es kaum Fett ein, da es bei der vielen Bewegung direkt wieder verbrannt wird. Die intensive Farbe ist ein Merkmal von gutem Wildfleisch. Außerdem ernährt sich das Wild komplett anders. So bekommen Wildtiere weder zusätzliche Medikamente noch Antibiotika zugeführt und das Fleisch ist weniger belastet. Dazu hat Wildfleisch einen hohen Eiweißgehalt und enthält kaum ungesättigte Fettsäuren. Wild grillen hat also nicht nur geschmackliche, sondern auch gesundheitliche Vorteile.

Wie grillt man Wild richtig?

Für Wild vom Grill braucht man ein paar Dinge. Natürlich einen Grill, der sich für direkte und indirekte Hitze eignet, damit man den Hirsch oder das Reh auf den Punkt genau garen kann. Dazu ein Grillthermometer, das die Kerntemperatur des Steaks anzeigt.
Da das Wildfleisch fettärmer als andere Sorten ist, muss man stärker darauf achten, dass es nicht austrocknet. Mit dem Thermometer ist man hier auf der sicheren Seite und man kann genau bestimmen, wann das Wild den richtigen Garpunkt hat. Diese Methode eignet sich ideal für große Fleischstücke, wie zum Beispiel Rehrücken.

Was natürlich bei jeder Grillerei nicht fehlen darf, sind eine Grillzange sowie ein Teller für das fertige Grillgut. Wild grillen ist in Sachen Gewürzen sehr einfach. Da es einen intensiven Eigengeschmack hat, kann man diesen zum Beispiel mit einer Marinade etwas mehr betonen oder durch Einlegen etwas abmildern.

Zum Beispiel lässt sich mit Buttermilch der herbe Geschmack von Wild etwas eingrenzen, wenn man es darin lang genug, rund 12 Stunden, einlegt. Hervorheben lässt sich der Wildgeschmack am Besten mit Bitterstoffen, wie zum Beispiel von Wacholderbeeren.