Streit um dritte Arzt-Stelle in Jennersdorf

In Jennersdorf wird weiter ein dritter Arztgesucht, das stößt jedoch nicht bei jedem auf positives Echo.

Erstellt am 04. März 2021 | 04:54
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Foto: Shutterstock, Chinnapong

Sowohl ÖVP, als auch FPÖ erhöhten zuletzt den Druck, dass die offene Allgemeinmedizinerstelle in Jennersdorf nachzubesetzen sei. Die Freiheitlichen fordern dabei die Einbindung der beiden Allgemeinmediziner Wolfgang Gangl und Gerhard Hirschlehner, als medizinische Berater. „Wir stellen Gerhard Hirschlehner, als parteifreien, unabhängigen Experten, unseren Platz zur Verfügung“, erklärte Rudolf Smolej. Der zuvor in Salzburg ordinierende Hirschlehner war 2019 noch politisch bei der FPS Golling (Freiheitliche Partei Salzburg, eine Abspaltung der FPÖ) aktiv. Mittlerweile habe er von Politik jedoch „die Schnauze voll“ und will unparteilich agieren. Hirschlehner selbst drohte bei der Gemeinderatssitzung noch mit seinem Abgang, falls die Stelle ausgeschrieben wird: „Sollte ein dritter Allgemeinmediziner kommen, lassen sie meine Stelle gleich mitausschreiben.“

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Es sei wirtschaftlich nicht möglich, dass drei Mediziner ihren Platz finden ohne in „größte Unkosten“ zu stürzen. Die Freiheitlichen wollen auch Stadtapotheker Siegmund Mihellyes und den Landtagsabgeordneten Ewald Schnecker (SPÖ) in die Diskussion miteinbeziehen. „Alle Betroffenen an einen Tisch. Diese sollen einen Vorschlag erarbeiten, der dem Gemeinderat als politische Entscheidungsgrundlage dienen soll“, fordert Smolej. Schnecker selbst weiß laut eigenen Aussagen davon noch nichts: „Ich höre jetzt das erste Mal davon, aber wenn jemand etwas von mir will, meine Nummer ist ja bekannt.“