Gemeinderatswahl in Jennersdorf: Eine neue Partei und „alte“ Bekannte

Erstellt am 11. August 2022 | 04:41
Lesezeit: 3 Min
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Ruth Wagner und Johanna Freudelsperger-Sagl gehen für die GRÜNEN und Unabhängigen ins Rennen.
Foto: GRÜNE
Bei der Gemeinderatswahl am 2. Oktober werden in Jennersdorf sechs Parteien zu wählen sein. Reinhard Deutsch (JES) ist der einzige Spitzenkandidat, der von 2017 übrig bleibt.
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Mit einem fast unveränderten Team geht die Liste JES in die Wahl, auch der Spitzenkandidat Reinhard Deutsch bleibt derselbe. Das Ziel ist klar definiert: „Wir wollen natürlich dazugewinnen“, erklärt Deutsch, der nach der Wahlschlappe der ÖVP im Jahr 2017 das Bürgermeisteramt innehat und dessen Liste derzeit sieben von 25 Mandaten im Gemeinderat besetzt. Die Themen, auf die JES unter anderem setzt – der Ausbau des Kindergartens und auch die Veranstaltungshalle – werden wieder zum Thema gemacht.

Völlig neu startet hingegen die SPÖ durch, mit Quereinsteiger Milan Nemling an der Spitze. „Für uns sind Sozial- und Gesundheitsthemen wie medizinische Versorgung, der Erhalt und die Verbesserung der Lebensqualität in der Stadtgemeinde und Ortskernbelebung wichtige Themen. Für Letzteres gibt es auch schon Konzepte“, erklärte Nemling. Die ÖVP, die nach wie vor die stimmenstärkste Fraktion im Gemeinderat ist, geht mit Gabi Lechner an der Spitze ins Rennen.

Einen Neustart in der Gemeindepolitik wagt auch Michael Kristan, der bereits von 2012 bis 2017 für die FPÖ im Gemeinderat saß und jetzt als Spitzenkandidat für die Freiheitlichen ins Rennen geht. Sein Ziel: „In Jennersdorf wieder eine Einheit zu schaffen. Die letzten Jahre hat die Zusammenarbeit ja nicht so gut funktioniert“, erklärt Kristan.

Kritik an der Entscheidung kommt innerhalb der Partei, so sagt Parteikollege Franz Schenk, der nicht mehr für die FPÖ kandidiert: „In welche Personen die Partei Hoffnungen setzt, muss sie wissen.“

Die GRÜNEN und Unabhängigen treten mit dem Duo Johanna Freudelsperger-Sagl und Ruth Wagner an der Spitze bei der Gemeinderatswahl an. „Ich stehe für eine sozial gerechte Politik, damit auch unsere Jugend die notwendigen Voraussetzungen für eine lebenswerte Zukunft vorfindet“, erklärt Johanna Freudelsperger-Sagl. Erstmals wird die MFG mit Spitzenkandidatin Maria Deutsch ins Rennen gehen, allerdings nicht bei der Bürgermeisterwahl antreten. Übergeordnetes Thema soll mehr Transparenz in den Gemeinden sein, die Corona-Thematik spiele laut Landessprecher Helmut Eller nur eine untergeordnete Rolle.

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