Jobs bleiben unbesetzt. Das AMS hat so viele offene Stellen wie noch nie und wenig Nachfrage an Jobs. Arbeitsstiftung „Tridonic“ beginnt zu laufen.

Von Carina Fenz. Erstellt am 15. Mai 2019 (04:24)
APA/Herbert Neubauer

Seit zwei Jahren sinkt die Arbeitslosigkeit im Bezirk kontinuierlich. In absoluten Zahlen ist die Zahl der Arbeitslosen auf 330 Personen gesunken. Einen besonders hohen Rückgang gab es bei Frauen und Männern unter 24 Jahren, mit einem Minus von 38,5 Prozent.

„Wir haben seit Längerem 130 offene Stellen in allen Branchen, so viele wie noch nie"

Einerseits sorgt das für Jubelstimmung, andererseits ergeben sich durch die niedrigen Arbeitslosenzahlen andere Probleme, wie AMS-Geschäftsführerer Harald Braun weiß: „Wir haben seit Längerem 130 offene Stellen in allen Branchen, so viele wie noch nie. Diese können derzeit aber nur sehr schwer besetzt werden, weil es so wenig vorgemerkte Personen gibt.“

Teilweise versuchen die Firmen, Stellen über Personaldienstleister zu besetzen. „Was auch öfter vorkommt, ist, dass die Stellen intern nachbesetzt werden, was auch keine Dauerlösung ist“, meint Braun.

Apropos Arbeitslosenzahlen: Im Zuge der Rubrik „Frag die BVZ“ wollte Nathalie H. aus dem Bezirk Jennersdorf wissen, ob die Arbeitsstiftung der Firma Tridonic, die im Herbst des Vorjahres, den Abbau von 90 Stellen in Jennersdorf bekannt gegeben hat, bereits läuft. Vom Unternehmen heißt es dazu: Das Konzept wurde bereits ausgearbeitet und wird derzeit mit den involvierten Institutionen final abgestimmt.

Davon unabhängig erhalten alle Mitarbeiter, die von einer Auflösung des Dienstverhältnisses betroffen sind, eine sogenannte „Outplacementberatung“. Ziel ist es, mit Aus- und Weiterbildungen die rasche Reintegration in den Arbeitsmarkt zu unterstützen. Die Beratungen werden sehr gut angenommen und einige Mitarbeiter konnten bereits neue passende Arbeitsplätze finden.“