Raiffeisenbezirksbank: Mega Fusion der Banken

Die Raiffeisen-Bezirksbank Güssing und die Raiffeisen-Bezirksbank Jennersdorf fusionieren und formieren sich zur neuen Raiffeisen-Regionalbank Güssing-Jennersdorf.

Erstellt am 14. Juli 2021 | 15:35
Banken Fusion
Den Vorstand der neuen Regionalbank Güssing-Jennersdorf bilden künftig Alfred Weinhofer, Günter Penthor, Ewald Richter, Jürgen Böhm und Günther Hadl (v.l.).  
Foto: LEXI

Die Raiffeisenbezirksbank Güssing und die Raiffeisenbezirksbank Jennersdorf verschmelzen mit 16. Juli, wo auch die technische Fusion über die Bühne geht, zur Raiffeisen-Regionalbank Güssing-Jennersdorf mit Hauptsitz in Güssing.

Die „Banken-Hochzeit“ wurde bereits vor mehreren Wochen mit einstimmigen Beschlüssen in den jeweiligen Gremien besiegelt. Das Ziel der Verschmelzung: Die strategische Weiterentwicklung im Sinne einer nachhaltigen Gewährleistung und Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit im Interesse der Mitglieder und Kunden sicherzustellen.

„Die Negativzinsen, schwindende Zinsmargen, immer strenger werdende aufsichtsrechtliche Bedingungen für Kreditvergaben, sich schnell wandelndes Kundenverhalten und die zuletzt der Coronakrise noch stärker sinkende Kundenfrequenz in den Filialen haben den Ausschlag dafür gegeben“ Ewald Richter

Fakt ist aber auch, dass die negativen Rahmenbedingungen für Regionalbanken weiter anhalten und der Druck damit wächst. „Die Negativzinsen, schwindende Zinsmargen, immer strenger werdende aufsichtsrechtliche Bedingungen für Kreditvergaben, sich schnell wandelndes Kundenverhalten und die zuletzt der Coronakrise noch stärker sinkende Kundenfrequenz in den Filialen haben den Ausschlag dafür gegeben“, begründet Ewald Richter die Fusion.

Mit der neuen Raiffeisen-Regionalbank Güssing-Jennersdorf will man die Beratung für Kunden noch mehr spezialisieren und Synergien besser nutzen, auch um eine gewisse Zukunftsfitness zu erlangen.
Mit einer Bilanzsumme von über 922 Millionen Euro und über 38.000 Kunden zählt die Raiffeisen Regionalbank Güssing-Jennersdorf an der Bilanzsumme gemessen zu Österreichs größten Raiffeisenbanken.

Die Bezirksbank Güssing bringt eine Bilanzsumme von 613 Millionen Euro (Jahr 2020), 24.000 Kunden und 65 Mitarbeiter in die neue Regionalbank ein. Die Jennersdorfer Bezirksbank 309 Millionen Euro Bilanzsumme, 14.000 Kunden und 35 Mitarbeiter. Verwaltet werden künftig Kundengelder in der Höhe von insgesamt 1,626 Milliarden Euro, wobei die Giro- und Spareinlagen mit 818,84 Millionen Euro und die Ausleihen an Kunden mit 518,1 Millionen Euro zu Buche stehen.


Kein Abbau von Filialen und Personal

Die Struktur der beiden bisherigen Banken soll unverändert bleiben. Alle 14 Bankfilialen, die 18 Bankomatstandorte und auch die rund 100 Mitarbeiter bleiben erhalten. Für die Kunden, vor allem jene im Bezirk Jennersdorf, ändert sich aber einiges. Denn alle Kontoinhaber bei der bisherigen Bezirksbank Jennersdorf bekommen neue Konto- beziehungsweise IBAN-Nummern.

Die bisherige Bankleitzahl 33034 verschwindet, die künftige gemeinsame Bankleitzahl 33027 ist die der bisherigen Bezirksbank Güssing. „Alle Kunden werden in einem persönlichen Schreiben auch darüber informiert. Geldeingänge werden automatisiert umgeleitet, die neuen Bankomatkarten zugeschickt.

Die Öffnungszeiten (8 bis 12 Uhr beziehungsweise 8 bis 16 Uhr) werden teilweise verkürzt, differieren aber von Filiale zu Filiale. Einheitlich ist aber, dass überall zwischen 8 und 18 Uhr individuelle Beratungen nach Terminvereinbarung möglich sind.

Dem neuen, nun fünfköpfigen Vorstand gehören die bisherigen Mitglieder Ewald Richter, Jürgen Böhm, Günther Penthor (alle Güssing), Günther Hadl und Alfred Weinhofer (beide Jennersdorf) an. Sie bilden auch die neue Geschäftsführung. Neu gebildet wird der ehrenamtliche Aufsichtsrat. Ehrenamtliche Vorstandsmitglieder wie sie bisher in der Genossenschaftsbank üblich waren, gibt es in der nunmehrigen Regionalbank nun nicht mehr.