Mogersdorfer Elias Zafari nach Kabul abgeschoben. Allen Protesten zum Trotz wurde Elias Zafari nach Afghanistan abgeschoben. Am Dienstag ging das Flugzeug über Stockholm nach Kabul. Doch es besteht noch eine kleine Hoffnung.

Von David Marousek. Erstellt am 05. Februar 2020 (21:00)
Manfred Deutsch, Patrick Schreiner, Elias Zafari, Patrick Lex vom UFC Mogersdorf (von links).
BVZ

Die schlimmsten Befürchtungen von Betreuerin Silvia Dolmanits sind wahr geworden. "Elias wurde nach Kabul gebracht. Ich habe heute schon mit ihm geredet und er hat Angst", kann es Dolmanits noch immer nicht fassen. Am vergangenen Dienstag, circa um 20.40 Uhr, stieg die Maschine in Richtung Stockholm und dann weiter nach Kabul in Afghanistan. Elias Zafari, für den sich unter anderem Bischof Ägidius Zsifkovics einsetzte (die BVZ berichtete), ist zurzeit laut BVZ-Infos in einem Hotelzimmer untergebracht. Dort versteckt sich der getaufte Christ für die nächsten beiden Wochen. Auch der Ex-Trainer des UFC Mogersdorf, Manfred Deutsch, der sich für seinen ehemaligen Spieler einsetzte, ist die Situation immer noch nicht zu fassen: "Er hat letztens noch zu mir gesagt: Manfred, wo werde ich sterben? Es ist schade um so einen lieben Bub." 

Für Elias Zafari besteht jedoch noch ein kleiner Funken Hoffnung. "Wenn der Verwaltungsgerichtshof positiv entscheidet, dann besteht die Möglichkeit, dass er wieder zurück geholt wird", erklärt Betreuerin Silvia Dolmanits. Sie habe in der Zeit "mindestens 150 Telefonate" geführt. Zahlreiche Leute hätten sich bei Dolmanits gemeldet, um Elias ihre Unterstützung auszudrücken. "Es haben jetzt so viele Leute versucht ihm zu helfen. Elias hat unsere Werte richtig aufgesaugt", fasst Dolmanits zusammen. 

Elias Zafari wurde am vergangenen Sonntagmorgen von drei Polizeautos abgeholt und in Schubhaft genommen. Dem Christen drohe laut Dolmanits in Afghanistan die Verfolgung.