24-Jähriger legte drei Brände

Ein psychisch beeinträchtigter Mann aus dem Bezirk Jennersdorf zündete nach einem Streit mit seiner Freundin Wohnung und Garage an.

Elisabeth Kirchmeir Erstellt am 24. Dezember 2020 | 04:38
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Foto: BilderBox.com

Ein 24-jähriger, seit seiner Pubertät psychisch kranker Mann, stand wegen des Vorwurfs der Brandstiftung vor einem Schöffengericht. Dem Mann ist seit 2016 ein Sachwalter zur Seite gestellt. Am 18. Juni 2020 war er in seiner Wohnung im Bezirk Jennersdorf mit seiner Freundin in einen heftigen Streit geraten. Vermutlich ging es bei der Auseinandersetzung darum, dass die Frau aus der Wohnung ausziehen sollte. Aufgrund seiner herabgesetzten Frustrationskontrolle soll der Angeklagte im Zuge des Streits beschlossen haben, in der Wohnung und in der benachbarten Garage Brände zu legen. Er soll mit einem Feuerzeug oder Streichhölzern eine Couch im Wohnzimmer sowie Textilien in der Garage, die hauptsächlich als Werkstatt diente, angezündet haben. Schließlich brannte es an drei Stellen.

Feuerwehr konnte Brände rasch löschen

Andere Hausbewohner entdeckten die Brände und alarmierten die Feuerwehr. Dank des raschen Einschreitens der Einsatzkräfte konnten die Brände gelöscht und ein größerer Schaden vermieden werden. Der Angeklagte hatte bei der Polizei behauptete, die Brände seien durch Zigarettenreste entstanden. Dem widersprachen die Ermittlungsergebnisse des brandtechnischen Sachverständigers, der feststellte, dass die Brände durch eine offene Flamme und nicht durch einen technischen Defekt oder einen fahrlässigen Umgang mit Zigaretten entstanden waren. Der dreifach vorbestrafte Mann wurde zu 24 Monaten Freiheitsstrafe, davon 16 Monate auf Bewährung, verurteilt und in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingewiesen. Das Urteil lautete auf versuchte Brandstiftung in der Wohnung und versuchte schwere Sachbeschädigung durch Brandlegung in der Garage. Der Angeklagte nahm das Urteil an. Der Staatsanwalt kündigte Berufung, aus seiner Sicht sei die Strafe zu milde.