3.000 Gäste sind das Ziel für das Rufsammeltaxi. Seit mehr als einem Jahr fährt das Rufsammeltaxi. Ausweitung nach Güssing ist schwieriger als gedacht, aber nicht vom Tisch.

Von Carina Fenz. Erstellt am 25. Oktober 2018 (05:31)
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Taxi-Fahrer landete im Krankenhaus
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Ob zum Arzt, zum Einkaufen oder nur um ein Kaffeehaus zu besuchen — ohne Auto hat man kaum eine Möglichkeit im Bezirk Jennersdorf von A nach B zu kommen. Vor mehr als einem Jahr haben sich die zwölf Gemeinden um Jennersdorf und Heiligenkreuz zusammengetan und ein Rufsammeltaxi ins Leben gerufen. „Ein Erfolgsprojekt, flächendeckendend im Bezirk und noch dazu in Zusammenarbeit mit regionalen Taxiunternehmen“, zieht Landtagsabgeordneter Ewald Schnecker und Obmann der Lichtregion erfolgreich Bilanz. Diese Sammeltaxis fahren in der Stadt Jennersdorf täglich — in den umliegenden Gemeinden des Bezirks dreimal die Woche. Das Land Burgenland trägt einen Finanzierungsanteil in der Höhe von 50.000 Euro pro Jahr.

„Es freut mich, dass alle Gemeinden des Bezirks hier zusammenarbeiten. Aufgrund dieses Erfolges wird auch eine Ausweitung in Richtung Güssing angedacht“, berichtet Schnecker. Diese Ausweitung steht allerdings schon etliche Monate im Raum, passiert ist bislang noch nicht. „Die Konzepte dazu sind in Ausarbeitung, im nächsten Jahr soll sich dahingehend etwas bewegen“, erklärt VP-Landtagsabgeordneter Bernhard Hirczy, dem die Anbindung vor allem wegen dem Gericht und dem Krankenhaus „ein großes Anliegen“ ist.

Seit Herbst des Vorjahres fährt das Taxi — mit dem im ersten Jahr rund 2.000 Gäste befördert wurden — bereits nach Fürstenfeld. „Als nächstes wollen wir die Fahrgastzahlen auf 3.000 steigern, das ist machbar“, so Hirczy.

Der Preis für das Taxi beträgt 2 Euro für eine Fahrt innerhalb einer Gemeinde und 4 Euro in die übrigen Gemeinden des Bezirks.